Besuch bei den Jukas
Alles auf Anfang für die Wagenbauer

Münster-Wolbeck -

Die Jungkarnevalisten der KG ZiBoMo konstruieren ihr Karnevalsfahrzeug von Grund auf neu. Die Phase des Schweißens ist mittlerweile vorbei, jetzt geht es an die innere Ausstattung.

Mittwoch, 02.01.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 10:50 Uhr
Noch wird geschweißt: Rene Wiewel, Luca Fischer, Niklas Fischer, Leah Westenberg, Sascha Welling und Nico Klein. Foto: anh.
Noch wird geschweißt: Rene Wiewel, Luca Fischer, Niklas Fischer, Leah Westenberg, Sascha Welling und Nico Klein. Foto: anh. Foto: anh

Draußen Pfützen, drinnen Funken: In einer Firmenhalle in Albersloh basteln die Jungkarnevalisten der KG ZiBoMo, die Jukas, an einem neuen Wagen für den Ziegenbocksmontagsumzug. Der ist Anfang Dezember nur ein Gerippe aus Vierkantrohren, drunten immerhin zwei Achsen und Räder. René Wiewel schweißt in lichter Höhe.

Luca Fischer, Leah Westenberg, Nico Klein , und Niklas Fischer, Jugendhippenmajor von 2008 sind an diesem Samstagmorgen im Dezember dabei. Die Gruppe der Jukas, entstanden 2014, hat Glück. Hier in der Halle von Stapel gibt es Platz, es zieht nicht, die Temperatur ist moderat und ein Schweißgerät ist schon da. Und Wiewel weiß, dass Bernhard Stapel mit seinem Fachwissen in der Nähe ist.

Den ersten Wagen hatten sie zum Umzug 2015 fertig, erinnert sich Sascha Welling: Über Kleinanzeigen fand sicher ein Wagen in Wermelskirchen bei Köln, ein Tieflader schaffte ihn nach Wolbeck. Da hatte das Holz schon an Feuchtigkeit gelitten, und der Standplatz in Telgte war auch nicht trocken: Das Holz moderte. Immerhin ließen sich Chassis und Fahrwerk noch nutzen. Die Jukas entschlossen sich 2018 zum Neuanfang.

Die Teile für die Verkleidung können sie in einer anderen Halle gleich gegenüber im Gewerbegebiet bearbeiten. Noch ist viel zu tun, da gehen den Jukas fantasievoll die Ziegenböcke durch, wenn sie an den vermutlich kühlen Tag des Umzugs denken. Man könne ja als „fahrbarer Whirlpool dampfend durch die Stadt“ fahren. Klein denkt praktisch und sieht den Vorteil: Dann brauchen „wir keine Nebelmacher mehr“.

Ende Dezember ist Wiewel sicher, dass die Jukas ihren Wagen rechtzeitig fertigbekommen. Die Phase des Schweißens sei vorbei, es gehe an die innere Ausstattung. Natürlich wartet dann noch die Abnahme durch den TÜV. Der renovierte Wagen soll dann einige Jahre etlichen Motti als Basis dienen. Die Jukas waren schon als Piloten unterwegs, als Hippies, Und Superhelden und als Krankenhaus. 2019 wird es exotisch.

Allerdings suchen die Jukas noch nach einem trockenen Standplatz für den neuen Wagen.

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