Studientag am Kardinal von Galen-Gymnasium
Denkanstöße für die digitale Welt

Münster-Hiltrup -

Fake News, Mobbing, Recherche-Instrument – das Internet bietet viele Möglichkeiten – das ist vielen Jugendlichen vom tagtäglichen Gebrauch bekannt. Aber richtig von falsch unterscheiden? Dazu gab es jetzt einen Studientag.

Freitag, 08.02.2019, 07:00 Uhr
Studientag am KvG: Interessiert verfolgten die Jugendlichen die Ergebnisse aus den einzelnen Workshops.
Studientag am KvG: Interessiert verfolgten die Jugendlichen die Ergebnisse aus den einzelnen Workshops. Foto: erh

„Viele junge Leute sind mit digitalen Medien aufgewachsen. Daraus ergibt sich eine hohe Kompetenz.“ So hat Workshop-Leiterin Dr. Lena Frischlich ihre Eindrücke des Studientages am Kardinal-von-Galen-Gymnasium zusammengefasst.

Die Schülerinnen und Schüler der Stufe Q 1 – sie machen 2020 ihr Abitur – hatten sich mit dem Thema „Neue Macht digitaler Medien“ auseinandergesetzt. Lehrerin Esther Krause , die mit ihrem Kollegen Matthias Hartmann den Studientag organisiert hatte, hatten dazu Experten des Instituts für Kommunikationswissenschaften der Universität Münster eingeladen, unter ihnen Dr. Lena Frischlich.

„Wie kann man Fake News erkennen? Was tun gegen die Gefahr der Informationsunordnung? – in insgesamt sechs Workshops hatten sich die Jugendlichen dem Thema genähert. „Jeder konnte zwei auswählen und später an der Präsentation der jeweils anderen teilnehmen“, informiert Esther Krause über das Prinzip. Die Ergebnisse waren auf Schautafeln festgehalten worden.

Zum Abschluss gab es einen Expertenrunde; r. Lehrerin Esther Krause, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Hartmann den Studientag organisiert hat

Zum Abschluss gab es einen Expertenrunde; r. Lehrerin Esther Krause, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Hartmann den Studientag organisiert hat

Das Internet an sich gebe es nur in personalisierter Form, abhängig vom jeweiligen Surf-Verhalten, erfuhren die Jugendlichen. Deshalb ergäben sich zum Beispiel Filterblasen, die von den Algorithmen der verwendeten Suchmaschinen erzeugt werden. „Diese Funktion zu kennen und die Fähigkeit, wahre von unwahren Dingen unterscheiden zu können“, seien wichtige Voraussetzungen, Informationen aus dem Netz auch einordnen zu können, summierte einer der Experten in einer Podiumsrunde die Empfehlungen. Eine weitere war, mehrere Newsletter zu abonnieren, „damit man zunächst einen Überblick hat.“ Zu einer schnelllebigen (Nachrichten-)Welt gehöre auch die Geduld, dass Fakten erst auf Richtigkeit überprüft werden müssten. Dazu sei es auch notwendig, mal nachzudenken, ob dieses oder jenes kurz nach einem Ereignis wohl richtig sein könne.

„Wir wollten Denkanstöße geben. Das ist uns gut gelungen“, zog Esther Krause eine positive Bilanz des Studientages. Die Jugendlichen hätten konzentriert mitgearbeitet. „Wir haben ein wichtiges Thema ausgewählt.“

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