Seniorenvertretung
Ein Mann will Klinken putzen

Münster-Hiltrup -

Richard Kretschmann gehört neuerdings der kommunalen Seniorenvertretung der Stadt Münster an. „Der einzige Hiltruper in diesem Gremium“, freut sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt.

Mittwoch, 13.02.2019, 11:30 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 14:52 Uhr
Richard Kretschmann (r.) sitzt neuerdings in der kommunalen Seniorenvertretung in Münster. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt traf sich mit ihm zu einem Meinungsaustausch.
Richard Kretschmann (r.) sitzt neuerdings in der kommunalen Seniorenvertretung in Münster. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt traf sich mit ihm zu einem Meinungsaustausch. Foto: gro

Den Tatendrang merkt man Richard Kretschmann an. Seit wenigen Wochen gehört er der kommunalen Seniorenvertretung der Stadt Münster an. „Der einzige Hiltruper in diesem Gremium“, freut sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und hatte ihn kurzerhand zu einem Meinungsaustausch eingeladen.

In der Arbeitsgruppe „Begegnungsstätten“ engagiere, er sich, erzählte Kretschmann, und schob sogleich eine Idee für Hiltrup hinterher. In Hiltrup-West fehle es an Begegnungsstätten, an denen sich Menschen zwanglos treffen können.

Derzeit sei das Café Schrunz „der Begegnungsort in Hiltrup-West“, erzählt Kretschmann, der seit drei Jahren in dem Neubau der Hiltruper Wohnungsgenossenschaft am Franz-Dahlkamp-Weg mit Blick auf das E-Center an der Meesenstiege wohnt. „Aber sechs, sieben Euro kostet es immer, wenn man dort bei Kaffee und einem Stück Kuchen zusammensitzt“, erzählt er.

Längst durchleuchtet Kretschmann mit seinem geistigen Auge seinen neuen Stadtteil und sucht nach Möglichkeiten, wo sich ein Raum für Begegnungen finden lässt, weil es „auch in Hiltrup-West viele ältere Menschen gibt“, wie Kretschmann betont. Er bringt übrigens über 30-jährige Erfahrung aus der Arbeit in der KAB in Gremmendorf mit.

Am besten sei eine Begegnungsstätte dort angesiedelt, wo ohnehin viele Menschen unterwegs sind. Am E-Center an der Meesenstiege und in naher Zukunft am Lidl-Markt auf dem Eschweiler-Gelände. Bezirksbürgermeister Schmidt will das Anliegen aufnehmen und demnächst gegenüber der Wohn- und Stadtbau als Investor und Entwickler des neuen Wohngebietes einbringen. Das Haus 37 Grad wäre eine Alternative, obwohl es bereits „ständig ausgebucht ist“, wie der Leiter der Bezirksverwaltung, Dieter Tüns, zu bedenken gibt. Welche Möglichkeiten bieten sich im Alten Pfarrhof, der sich im Besitz der Kirchengemeinde befindet, oder in der alten Storkampschen Scheune, die ebenfalls an der Straße „An der Alten Kirche“ gelegen ist? Kretschmann will Klinken putzen gehen.

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