Die 1960er Jahre im Hiltruper Museum
Ein Jahrzehnt zum Anfassen

Münster-Hiltrup -

Der Besucherandrang bei der neuen Ausstellung des Hiltruper Museums, die die 1960er Jahre im Wirtschaftswunderland Deutschland in den Mittelpunkt rückt, war am Sonntagvormittag enorm.

Sonntag, 17.03.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 16:14 Uhr
Hans Muschinski (3.v.r.) wurde bei der Begrüßungsrede von Bezirkbürgermeister Joachim Schmidt (r.) für seine mittlerweile zehnjährige Kurator-Tätigkeit gewürdigt.
Hans Muschinski (3.v.r.) wurde bei der Begrüßungsrede von Bezirkbürgermeister Joachim Schmidt (r.) für seine mittlerweile zehnjährige Kurator-Tätigkeit gewürdigt. Foto: Residenz

Über ein Jahr lang akribischer Detailarbeit und Akquise von Exponaten liegen hinter dem Ehepaar Muschinski, das das Hiltruper Museum kuratorisch betreut. Rita Muschinski steht erstmals als treibende Kraft hinter einem Ausstellungskonzept, das die alltäglichen Belange und somit den Zeitgeist eines ganzen Jahrzehnts einfangen und präsentieren will.

„Geschichte zu sammeln, aufzuarbeiten und zu zeigen – das ist der Anspruch unseres Museums“, erklärte Hans Muschinski den Besuchern. Die aktuelle Ausstellung vermag genau dies und noch viel mehr. Inmitten von frisch zubereiteten Käseigeln und Schwarzwälder Kirschtorte fanden sich die Besucher am Sonntagvormittag in einem Interieur wieder, in dem es vieles „beinah Vergessenes“ zu bestaunen gab.

„Das kenne ich, das hatten wir auch“, hörte man immer wieder von den Besuchern, die regelrecht Mühe hatten, zwischen den Exponaten noch einen Platz zu finden.

„Erschreckend, dass ihr so viele seid“, kommentierte auch Hans Muschinski den Besucherandrang bei der Vernissage. Seinen Dank sprach er allen Helfern und Leihgaben-Stiftern sowie der „Oldtimerfreunde“-Gruppe der Hiltruper Feuerwehr aus, die wesentlich dazu beitragen habe, alle sperrigen und schweren Teile aus dem Archiv auf die Ausstellungsfläche zu heben.

„Das Hiltruper Museum ist eine Einrichtung, auf die wir stolz sein können“, fand auch Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt. Zum Dank für das zehnjährige Engagement von Hans Muschinski überreichte er ihm ein kleines Dankeschön. „Man glaubt nicht, welcher Zeitaufwand hier notwendig ist. Dank Hans Muschinski durften wir in den vergangenen Jahren immer wieder eine tolle Überraschung erleben“, so Schmidt. Für überraschende Klänge während der Ausstellung sorgten auch die „Zwarties“ in fünfköpfiger Besetzung. Mitten im stilechten „Kinderzimmer“, zwischen Kaufladen und Tretroller spielte das Ensemble Stücke von Creedence Clearwater Revival, The Beatles, The Rollings Stones und The Kinks und machte damit die Zeitreise in die 1960er Jahre perfekt.

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