Drei Funktionen – ein Gebäude
Altengerechtes Wohnen, Quartiershaus und Tagespflege an der St.-Marien-Kirche

Münster-Hiltrup -

Das alte Pfarrhaus wurde abgerissen, eine tiefe Grube ist entstanden. Die Kinder von der benachbarten Grundschule und der Kindertagesstätte kamen in den vergangenen Tagen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was passiert neben der St.-Marien-Kirche in Hiltrup-Ost? Jetzt wurden die Pläne für das Grundstück vorgestellt.

Samstag, 23.03.2019, 15:13 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 15:30 Uhr
Die Kirchengemeinde, der künftige Bauherr, die Architekten sowie Projektpartner stellten die Pläne für das Gebäude neben der St.-Marien-Kirche vor.
Die Kirchengemeinde, der künftige Bauherr, die Architekten sowie Projektpartner stellten die Pläne für das Gebäude neben der St.-Marien-Kirche vor. Foto: mlü

Klar war immer, dass auf der rund 1 600 Quadratmeter großen Fläche altengerechte Wohnungen entstehen sollen. Hiltrup-Ost ist der Stadtteil mit dem höchsten Durchschnittsalter. Barrierefreier Wohnraum ist entsprechend begehrt. Doch das ist nicht alles – eine Tagespflegeeinrichtung und ein Quartiershaus für Senioren sollen ebenfalls entstehen. Drei Funktionen, ein Gebäude. Alle Beteiligten hoffen auf große Synergieeffekte.

„Wenn ein Pfarrhaus abgerissen wird, ist das für eine Gemeinde ein heftiger Schritt“, gibt Pfarrer Mike Netzler zu bedenken. Der Abriss bedeutet: Nie wieder wird ein Pfarrer nach Hitrup-Ost ziehen. Die Gemeindefusion ist zementiert. Dieser Sensibilität sei sich der Kirchenvorstand bewusst gewesen. „Für dieses Projekt stellen wir unseren Grund und Boden gerne zur Verfügung“, bekräftigte Netzler.

Die Details: Im ersten und zweiten Stockwerk werden 16 Wohnungen für jeweils ein bis zwei Personen eingerichtet. Sie werden 40 bis 72 Quadratmeter groß sein. Verantwortlich zeichnet sich ein Investor aus Hamm. Patrick Eckardt, Geschäftsführer der BKV-Baubetreuung, hat bereits ähnliche Projekte umgesetzt, unter anderem in einer profanierten Kirche. Das Interesse an den Wohnungen ist in Hiltrup-Ost riesig – die Vergabe steuert das Altenhilfezentrum St. Clemens. Entscheidend sei dabei „der Mix“.

Der hintere Teil des Erdgeschosses wird als Tagespflege-Einrichtung des Altenhilfezentrums St. Clemens betrieben. „Der Bedarf für Tagespflege ist mindestens genauso groß wie der für die stationäre Pflege“, erläutert Geschäftsführer Michael Heeke.

Termin

Die Pläne werden am Mittwoch (27. März) um 20 Uhr im Pfarrheim St. Marien vorgestellt.

...

An der Straßenseite entsteht ein so genanntes „Quartiershaus“ der MeyerSuhrheinrich-Stiftung. Schon jetzt bietet die Stiftung verschiedene Angebote in Hiltrup-Ost an, diese sollen künftig am neuen Standort gebündelt werden. Auf eine kurze Formel gebracht lautet das Rezept: „Begegnung, Betreuung, Beratung und Begleitung“, so Birgit Volbracht von der Meyer-Suhrheinrich-Stiftung. Konkurrenz zum Emmerbachtreff der Quartiersentwicklung der Stadt Münster sei das nicht, betont sie. „Diese Aufgaben könnten wir gar nicht leisten.“

Die Architekten, das Vater-Sohn-Gespann Boris und Heinz Josef Mense, sind in Hiltrup keine Unbekannten – Heinz Josef Mense hat das Kant-Gymnasium mitentworfen. „Wir stecken viel Herzblut in dieses Projekt.“

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