25 Feuerwehrleute des Löschzugs 21 hatten alle Hände voll zu tun
Übung mit zwei „Schwerverletzten“

Münster-Hiltrup -

Mal wieder wenig war den Männern der Freiwilligen Feuerwehr vom Löschzug 21 bekannt, als sie am Freitagnachmittag den Alarm zur Übung erhielten. Es ging in ein Waldstück auf der Kanalinsel, etwas entlegen hinterher einem Bauernhof, nur über einen schmalen Weg erreichbar, an beiden Seiten drohte wassergesättigter Boden. Hendrik Rösmann führte den Zug, fünf Fahrzeuge und 25 Feuerwehrfrauen und -männer waren ausgerückt. Das waren nicht zu viele, sollte sich bald zeigen.

Sonntag, 14.04.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 17:54 Uhr
Auf dem Anhänger lagern Baumstämme. Der Ausgangspunkt der Übung des Löschzugs Hiltrup war, dass einige davon abgerutscht waren und zwei Männer einklemmten.
Auf dem Anhänger lagern Baumstämme. Der Ausgangspunkt der Übung des Löschzugs Hiltrup war, dass einige davon abgerutscht waren und zwei Männer einklemmten. Foto: anh

Schnell ließ Rösmann erkunden: Da war von vier oder fünf Personen die Rede, zwei waren leicht zu finden. Beim Abladen von Baumstämmen von einem Anhänger waren einige Stämme ins Rutschen gekommen und auf die Beine der Männer gefallen, so das Szenario. Inzwischen waren die beiden „Dummys“ bewusstlos.

Den beiden Männern drohen innere Blutungen, man entscheidet sich für eine Crash-Rettung. Die Stämme müssen weg – wie das am besten ohne Gefährdung der Verletzten oder der Wehrleute geschehen soll, wird schnell besprochen, Optionen werden verglichen. Dann geht es dank vieler zupackender Hände schnell. „Ein Stamm wiegt etwa 120 Kilogramm“, meint Oberfeuerwehrmann Stefan Borgheyink. Er hatte die Übung konzipiert, unterstützt von Dusty Bröker, und verfolgte sie nun per Drohne.

Mittlerweile sind durch fortgeworfene Zigaretten an drei Stellen Brände ausgebrochen: ein Flächenbrand ist zu bekämpfen. Der Schlauchwagen mit der Pumpe wird am Kanalufer platziert, die Schläuche sind über eine Strecke von gut 200 Metern auszubringen.

Den Schluss des Szenarios bildete die Besprechung, Helmut Rösmann, Löschzugführer bis 2012, und Albrecht Vietze, lange Zeit Wachabteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr Münster, hatten genau hingeschaut: Auch auf die Sicherung der Baumstämme, eine freie Zufahrt für weitere Rettungsfahrzeuge, etwa für Notärzte. Davon wären im Ernstfall zwei zur Stelle gewesen.

In der Übung stieß der Löschzug auf die Notwendigkeit, die Kräfte mit Sanitätsausbildung bedarfsgerecht zuzuordnen. „Man ist zu sehr im Tunnelblick“, so Hendrik Rösmann. Die Prioritäten setzte der Löschzug richtig, so Helmut Rösmann, es sei eine „ganz tolle Übung“ gewesen.

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