Wissenschaftliche Befragung der NRW-Staatskanzlei
Ehrenamt fördern und vernetzen

Münster-Hiltrup -

Bürgerliches Engagement zu stärken – das ist das Anliegen der Ehrenamtstour NRW. Sie hat jetzt Station in Hiltrup gemacht.

Montag, 15.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 17:54 Uhr
Bürgerliches Engagement zu stärken, war das Anliegen der Ehrenamtstour: (v.l.) Andreas Kersting, Lina Kohl, Günter Zimmermann, Dr. Stefan Nacke, Markus Bielefeld, Dieter Skoda und Andrea Evers.
Bürgerliches Engagement zu stärken, war das Anliegen der Ehrenamtstour: (v.l.) Andreas Kersting, Lina Kohl, Günter Zimmermann, Dr. Stefan Nacke, Markus Bielefeld, Dieter Skoda und Andrea Evers. Foto: hk

Kurzfristig verlegt hatte der Organisator vor Ort, Günter Zimmermann , den Stand der Ehrenamtstour NRW, die seit März wieder samstags unterwegs ist. Ursprünglich sollte der Pavillon vor dem Kulturbahnhof stehen. Stattdessen wurde er näher in Richtung der Marktallee aufgestellt, um mehr Publikum anzuziehen.

Kalt war es. Dennoch hielten einige Passanten an und interessierten sich für die Angebote rund um das Ehrenamt. Dabei standen einige Fragen an. Eine Passantin fragte nach Fördermöglichkeiten, eine andere nach Möglichkeiten, sich zu engagieren. Das Interesse, sich sozial und kulturell einbinden zu lassen, ist groß. Das zeigte ein Stimmungsbarometer am Pavillon der Ehrenamtstour. Die Säule mit grünen Bällen, die für „Ja“, für die Bereitschaft, sich zu engagieren, war gut gefüllt. Die beiden anderen Säulen „Ja, mache ich vielleicht“ und „Nein, ist nichts für mich“ gingen dagegen leer aus.

Kernfrage der Tour war: „Wie kann ich das Ehrenamt besser unterstützen?“ Die Ergebnisse der Befragungen werden wissenschaftlich begleitet und anschließend der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 2020 vorgelegt. Bis dahin werden weitere Stimmungsbilder zur Entwicklung einer Engagementstrategie eingefangen. Dazu gehören Fragen der Entbürokratisierung.

Wo sind Förderungen zu beantragen, wie kann man sich besser vernetzen? „Förderlotsen bei den Kommunen sollten etabliert werden“, sprach sich Andreas Kersting, Leiter des Referates für Bürgerschaftliches Engagement der Staatskanzlei NRW, für eine Bündelung des Wissens aus.

„Das Ehrenamt braucht Hauptamt, das Hauptamt braucht Ehrenamt“, fasste er die Notwendigkeit, sich partnerschaftlich zu organisieren, zusammen. „Wir sollten die ehrenamtlichen Strukturen kommunalpolitisch fördern“, war sich der Vorsitzende der CDU Hiltrup, Marcus Bielefeld, einig mit MdL Dr. Stefan Nacke. „Man muss Leidenschaft für das Ehrenamt haben“, so Nacke, der gleichzeitig Vorsitzender des Kolpingverbandes NRW mit landesweit über 80 000 Mitgliedern ist.

In Münster würden die Ehrenamtlichen vergleichsweise gut betreut, auch dank der gut vernetzten Freiwilligenagentur, so Andrea Evers.

 

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