Verein würde gerne in die Stadthalle umziehen
Sportschützen ins Restaurant

Münster-Hiltrup -

Die Sportschützen Hiltrup wollen sich vergrößern. Das Stadthallenrestaurant steht seit Jahren leer. Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Freitag, 19.04.2019, 08:44 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 09:00 Uhr
Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (l.) und Michael Thier von den Sportschützen Hiltrup würden den Schießstand gerne auf die ehemalige Kegelbahn des Stadthallenrestaurant verlegen.
Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (l.) und Michael Thier von den Sportschützen Hiltrup würden den Schießstand gerne auf die ehemalige Kegelbahn des Stadthallenrestaurant verlegen. Foto: mlü

Der Vorschlag von Michael Thier , dem Vorsitzendem des Vereins, und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt sieht einen Umzug in die leeren Räume vor.

Ihre erste Schießbahn hatten die Sportschützen in einem Gasthaus am Hiltruper See. Irgendwann reichte der Platz nicht mehr aus. Um 1990 kam deswegen der Umzug an die Westfalenstraße zum Hallenbad. Die Vereinsmitglieder hatten damals mit viel Eigenarbeit aus der ehemaligen Saunaanlage das neue Vereinsheim gezimmert. Jetzt wird es ihnen auch dort zu eng.

„Wir sind kurz davor, dass wir keine neuen Jugendliche mehr zum Training aufnehmen können“, sagt Thier. Das war auch schon einmal anders. Doch seitdem der Verein im Jahr 2016 ein neues Trainingsprogramm für Kinder- und Jugendliche eingeführt hat, dass ganz ohne echte Schusswaffen auskommt, kann sich der Verein vor Nachwuchs kaum retten. „Es geht um die Hand-Augen-Koordination“, erklärt Thier. Längst gehören Armbrüste und Blasrohre ebenfalls zum Equipment der Sportler.

Es gibt noch ein anderes Problem mit der kleinen Schießanlage am Hallenbad. Genau wie im Fußball macht der Verband genaue Vorgaben, wie ein Verein ausgestattet sein muss, um in den höheren Ligen antreten zu dürfen. Thier: „In der Bezirksliga haben unsere Pistolenschützen das Problem, dass sie nicht mehr aufsteigen können, weil wir keine zehn Schießplätze haben.“

Jetzt trommelt Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt für eine Lösung, die aus seiner Sicht eigentlich auf der Hand liegt. „Die Sportschützen sind ein Sportverein wie jeder andere auch und verdienen unsere Unterstützung. Außerdem ist schon lange klar, dass in das ehemalige Stadthallenrestaurant kein neuer Gastronom einziehen wird.“

Vor kurzem wurden die Kegelbahnen ausgebaut. Der Raum eignet sich perfekt für Schießbahnen. „Dafür war der Raum sogar ursprünglich geplant“, weiß Thier. Auf den vier Kegelbahnen ließen sich locker bis zu 21 Schießbahnen einrichten. „Decke und Fußböden würden uns reichen, den Rest machen wir in Eigenleistung“, betont der Vereinsvorsitzende.

Bezirksbürgermeister Schmidt kann es gar nicht schnell genug gehen: Jetzt wo klar sei, dass die Stadthalle saniert (anstatt neu gebaut) wird, könne man doch eigentlich direkt loslegen. „Bei leer stehenden Wohnungen würden wir Amok laufen – und dieses Stadthallenrestaurant steht nun wirklich schon ewig leer.“ Er bittet daher die Verwaltung und den Rat der Stadt Münster um Unterstützung, um den Leerstand sinnvoll zu beenden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6552687?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F138%2F
Seltener Herkuleskäfer geschlüpft
Diese Herkuleskäfer-Weibchen der seltenen Art Morishimai ist vor wenigen Tagen bei Züchter Dr. Dr. Reinhard Hübers aus dem Kokon geschlüpft.
Nachrichten-Ticker