Jugendhilfeeinheit Hiltrup
Endlich eine passende Bleibe

Münster-Hiltrup -

Gleich drei Gründe zum Feiern hatte die Jugendhilfeeinheit Hiltrup: 20 Jahre aufsuchende Jugendarbeit im Stadtteil, 40-jähriges Bestehen des Verbunds sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) in NRW – und endlich nach langem Suchen – eine neue Bleibe.

Mittwoch, 29.05.2019, 20:00 Uhr
Mit zahlreichen Gästen feierte die Jugendhilfeeinheit das 20-jährige Bestehen. Zum Team gehören sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Therapiehund.
Mit zahlreichen Gästen feierte die Jugendhilfeeinheit das 20-jährige Bestehen. Zum Team gehören sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Therapiehund. Foto: gro

An der Westfalenstraße 141 wurde bereits vor zwei Jahren eine Immobilie erworben, die zentral gelegen und zugleich großzügig genug ist, um für die vielen Aufgaben der Jugendhilfeeinheit Hiltrup den nötigen Raum zu geben. Ein „schönes neues, altes Haus“ habe man erhalten, freute sich Sabine Burkhard vom Trägerverein VSE. 1895 wurde es errichtet, ist im Giebel zu lesen. 300 Quadratmeter Platz biete es. Seit 2006 habe man in Hiltrup gesucht. Zwischendurch hatte man sogar geglaubt, im heutigen Kulturbahnhof heimisch werden zu können.

Das Angebot der Jugendhilfeeinheit ist vielfältig: In der ambulanten Jugendhilfe werden sozialpädagogische Familien- oder Einzelfallhilfe geleistet. In Erziehungsfragen wird beigestanden. Zu den stationären Angeboten gehört die Betreuung von zehn Einzelwohnungen im Stadtteil. Zur aufsuchenden Jugendarbeit zählen das Besuchen von Treffpunkten in Hiltrup, ein niedrigschwelliges Beratungsangebot, der Aufbau von Gruppenangeboten, soziale Gruppenarbeit für die Jugendgerichtshilfe und in den neuen Räumlichkeiten auch eine kostenlose Fahrradwerkstatt.

Seit 1999 ist Susanne Löde praktisch „das Gesicht“ der aufsuchenden Sozialarbeit in Hiltrup. Sie leitet das sechsköpfige Team in Hiltrup gemeinsam mit Dominik Kleine-Finke.

Saskia Gellinek vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familie betonte, dass die Jugendhilfeeinheit Hiltrup vor 20 Jahren erst die dritte Stelle gewesen sei, die die Aufgabe gehabt habe, aufsuchende Arbeit für Cliquen im öffentlichen Raum zu leisten. Mittlerweile gebe es stadtweit 7,75 Stellen. An 13 Standorten, darunter neuerdings auch Amelsbüren, werde in Münster aufsuchende Jugendarbeit geleistet.

Sehr erfreut zeigt sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, dass im kommenden Jahr gemeinsam mit dem VSE das Projekt des Bewegungsparks am Sportplatz Hiltrup-Süd realisiert werde. Zu Anfang sei das Projekt etwas belächelt worden. Als es konkret wurde, hätten sich plötzlich alle Stadtteile Münsters um diesen Bewegungspark gerissen. Er sei froh, dass das Bewegungsangebot in Hiltrup entstehe, sagte Schmidt. 400 000 Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand.

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