Kunstprojekt am Kardinal-von-Galen-Gymnasium
Kunst bewegt – 40 Werke in der Stadthalle

Münster-Hiltrup -

Wenn jemand ein Bild malt, eine Skulptur erstellt oder eine Collage macht, ist die Arbeit selten für andere bestimmt. Den Schülerinnen aus der Q1 des KvG geht das anders. Ihre Arbeiten werden jetzt in der Stadthalle ausgestellt: Kunst bewegt

Montag, 17.06.2019, 17:23 Uhr
Unter dem Thema „Kunst bewegt“ steht die Ausstellung, zu der elf Schülerinnen insgesamt 40 Beiträge zusammengetragen haben, links Lehrer Marc Heischkamp
Unter dem Thema „Kunst bewegt“ steht die Ausstellung, zu der elf Schülerinnen insgesamt 40 Beiträge zusammengetragen haben, links Lehrer Marc Heischkamp Foto: Erhard Kurlemann

„Das ist cool“ – eine Schülerin eines Kunst-Projektkurses am Kardinal-von-Galen-Gymnasium sprach ihren Mitschülerinnen wohl aus dem Herzen: Unter dem Thema „Kunst bewegt“ werden die 40 in dem Projekt entstandenen Arbeiten in der Stadthalle in Hiltrup gezeigt – mindestens bis zu den Sommerferien, wie Lehrer Marc Heischkamp wissen ließ.

Natürlich sei es ein besonderes Gefühl, eigene, zum Teil sehr emotionale Arbeiten öffentlich zu zeigen. Ein Begleitheft liegt aus, um zu den Kunstwerken weitere Informationen zu geben.

„Gut ein Schuljahr hatten die Schülerinnen der Q 1 (Klasse 11) Zeit, die Arbeiten fertig zustellen“, erläutert der Kunstlehrer. Ein Skizzenbuch gebe jeweils Aufschluss über den Werdegang des Kunstwerkes. Darin enthalten sei auch eine Reflexion des jeweils eigenen Arbeitsprozesses.

Die Arbeiten konnten auch in der Freizeit fortgeführt werden. Neue Materialien sind ausprobiert worden - und nicht alles hat auf Anhieb geklappt.

Das Thema sei gemeinsam im Unterricht entwickelt worden. „Insgesamt ging es immer um Bewegung, mal physisch, mal dynamisch“, beschrieb Heischkamp den Werdegang des Themas. Es sollte einen großen Spielraum geben und so zugleich die Vielfalt dokumentieren. Bei der Vorbereitung hat der Kurs vier oder fünf Ausstellungen besucht, unter anderem im Folkwang-Museum in Essen oder im Stadtmuseum Gelsenkirchen. Dort wird aktuell eine kinetische Installation gezeigt, eine eher technische Variante der Bewegung.

„Die Ergebnisse zeigen die Vielseitigkeit des Themas“, hob Heischkamp hervor. Zur eigenen Orientierung wählten die Schülerinnen Unterthemen wie Hände, Tanzen, Vergänglichkeit oder Fließen. Unterschiedliche Techniken kamen zum Einsatz: Collagen, kleine Skulpturen, Acrylmalerei, Fotografie, Textilien oder einfaches Zeichnen.

Am vergangenen Freitag ist die Ausstellung aufgebaut worden. Am Montag war schon das erste Publikum da. Die Teilnehmer eines Gedächtniskurses nutzten eine Pause, um die kleinen nd großen Kunstwerke zu bestaunen. „Unser Thema ist auch Bewegung“, berichtete die Leiterin und verriet, dass der Auftrag an die Teilnehmer laute, „Hände zu finden.“

Zu den Öffnungszeiten der Stadthalle können die Kunstwerke besichtigt werden, und natürlich bei allen Veranstaltungen, die in der Stadthalle stattfinden, „etwa rund um die Feierlichkeiten zum Abitur“, nannte Heischkamp einen Termin, der voraussichtlich von einem großen Publikum wahrgenommen wird.

Diese Art des Projekts ist auch für Lehrer Marc Heischkamp eine besondere Premiere. Er habe diese Tradition am KvG von Michael Rickert übernommen, der jetzt aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sei.

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