Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup
Härchen lösen Ausschlag aus

Münster-Hiltrup -

Das KvG in Hiltrup ist gleichsam Stellvertreter für die vielen Orte, an denen der Eichenprozessionsspinner sein Unwesen treibt. Insbesondere die feinen Härchen der Raupen erzeugen einen unangenehmen Hautausschlag. Und das wird wohl noch andauern.

Montag, 24.06.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 17:06 Uhr
Eine Raupe eines Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Ast einer Eiche – die feinen Härchen sorgen vielerorts für unangenehmen Hautausschlag.
Eine Raupe eines Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Ast einer Eiche – die feinen Härchen sorgen vielerorts für unangenehmen Hautausschlag. Foto: dpa

Der Ei­chen­prozessionsspinner (EPS) entwickelt sich immer mehr zu einer unangenehmen Plage – vielerorts. Die kleinen unsichtbaren Härchen der Raupe sind vielfach verantwortlich für heftigen Hautausschlag. „Das sieht aus wie Mückenstiche, es sind aber keine“, beschreibt eine Mutter das Phänomen auf den Armen ihrer Tochter.

„Die Allergen-Belastung haben wir in dieser Form nicht erwartet“, berichtet Dr. Heinrich Zopes auf Anfrage. Der Leiter des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums bestätigt, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler, und Mitglieder des Kollegiums und der Verwaltung betroffen seien. Zwar leiste eine Fachfirma bei der Bekämpfung des EPS gute Dienste. Alle befallenen Eichen seien gekennzeichnet. Allerdings sorge wohl der Wind dafür, dass die kleinen Härchen „überall auf dem Gelände“ ihr Unwesen hinterließen. Das Problem: Oft mache sich der Ausschlag erst Stunden nach dem Kontakt mit den Härchen bemerkbar. Auch nach dem Kennenlern-Nachmittag vor einigen Tagen hätten hinterher Kinder und Eltern über Hautausschlag geklagt.

Ein weiteres Problem: Nester in den Spitzen der Eichen könnten kaum beseitigt werden. Herabfallende Raupen würden zwar sofort nach Entdecken entfernt, etwa durch die Fachfirma oder den Schulhausmeister. Dennoch: Die Härchen blieben oft in den Nestern oder anderswo kleben, der Wind sorge für die „Verteilung“ – und in der Konsequenz für folgenden Probleme. „Wir informieren bei Durchsagen während der Schulzeit, schreiben Mails an die Eltern, stehen in Kontakt mit Kinderärzten und dem Gesundheitsamt – kurz: Wir bemühen uns nach bestem Wissen und Gewissen, aber werden wohl noch eine längere Zeit mit dem Problem leben müssen“, fasst Zopes zusammen. Auch weil der zu milde Winter für beste Bedingungen zum Überleben gesorgt habe. Eine Empfehlung: Arme und Beine durch Kleidung bedecken. Oder einfach drinnen bleiben – und das bei dem Wetter. . .

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