Holpriger Start in Freibad-Tag
Überraschende Schließung: Personal aus Hallenbad muss einspringen

Münster-Hiltrup -

Einen ausgesprochen holprigen Start in den Sonntag erlebte das Freibad Hiltrup. Zur Überraschung der Frühschwimmer, die sich bereits im Bad befanden, wurden um 9.45 Uhr mit den drei Sprungtürmen und der Riesen-Rutsche zwei Attraktionen des Bades geschlossen.

Montag, 01.07.2019, 09:32 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 09:41 Uhr
 
Das Freibad in Hiltrup (Archivbild) Foto: Matthias Ahlke

Zeitgleich im Hiltruper Hallenbad erlebten die Schwimmer eine noch größere Überraschung: Sie wurden um 10 Uhr gebeten, das Becken zu verlassen und nach dem Duschen und Umkleiden zügig das Bad zu verlassen. Das Bad müsse geschlossen werden, wurde den verdutzten Schwimmern mitgeteilt. Das Personal, das derzeit im Hallenbad seinen Dienst versehe, werde dringend im Freibad benötigt. Als „Bäder-Desaster“ empfand das Berthold Karrasch , der nach eigener Aussage seit 16 Jahren Stammgast des Hallenbades ist. „Das setzt allem Unvermögen des Bäderamtes die Krone auf“, schimpft er.

Mit der angeforderten Verstärkung aus dem Hallenbad lief der Betrieb im Freibad in normalen Bahnen. Der Andrang war – wie bereits am Samstag – enorm.

Rettungsschwimmer fehlten

Ausgerechnet an so einem Tag seien die Rettungsschwimmer der DLRG nicht gekommen, erläutert der kommissarische Leiter des Sportamtes, Dieter Tüns, auf Nachfrage unser Zeitung die Notlage, die sich plötzlich im Freibad auftat. Die Personaldecke in den Bädern sei generell dünn, die Mitarbeiter seien an der Grenze der Belastbarkeit. Am Samstag sei ein Schwimmmeister zwölf Stunden im Dienst gewesen, sagte Tüns. An diesem Tag habe es überdies zwei Sanitätseinsätze im Bad gegeben.

Berthold Karrasch, der das Hallenbad vorzeitig verlassen musste, half das wenig: „Ich habe die Raupendermatitis und bin deswegen in Behandlung. Somit kommt ein Ausweichen in Freibäder nicht in Frage, die allesamt über die Eichenprozessionsspinner klagen.“

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