Weltweit einzigartige Anlage zur Beschichtung von Folien
BASF erschließt neue Geschäftsfelder

Münster-Hiltrup -

Wendet nun auch die BASF dem Auto den Rücken zu? So weit würde Dirk Bremm, der Präsident der BASF Coatings vermutlich nie gehen. Er spricht von einer Entwicklung vom Lackproduzenten zu einem Lösungsanbieter für Oberflächen.

Samstag, 06.07.2019, 11:24 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 14:24 Uhr
Im angeregten Gespräch (v.r.): NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, Dirk Bremm (Präsident der Coatings Devision bei der BASF) und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe.
Im angeregten Gespräch (v.r.): NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, Dirk Bremm (Präsident der Coatings Devision bei der BASF) und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Foto: Matthias Ahlke

Das neueste Projekt, neudeutsch Start-up genannt, am Standort Münster konzentriert sich folglich nicht mehr auf die Beschichtung von Autoblechen, sondern auf die Beschichtung von Folien. Diese Folien sollen besondere Funktionen übernehmen und dennoch flexibel und durchsichtig bleiben. Man ahnt schon: Das Entscheidende ist nicht die Folie selbst, sondern die Kunst des Auftrags. Und hier kommt die Kompetenz aus der Lackherstellung ins Spiel. Ein Autolack verleiht einem Auto mehr als nur eine schöne Farbe. Lacke sind High-Tech-Produkte, die viele (Schutz-)Funktionen erfüllen.

Mit der neuen, weltweit einmaligen Produktionsanlage zur „Funktionalisierung von Folien“, wie es die BASF nennt, steigt der Chemieriese in ein neues Technologiefeld ein. Das Unternehmen erhofft sich die Erschließung neue Marktsegmente. Als so bedeutsam wird diese Innovation betrachtet, dass die Anlage im Beisein des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Andreas Pinkwart , und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, am späten Freitagnachmittag die Produktion aufnahm.

Minister Pinkwart lobte vor allem, dass die BASF innerhalb kürzester Zeit diese Innovation möglich gemacht habe. Das werde angesichts sich rasant wandelnder Märkte immer bedeutsamer.

Der Minister schlug zudem den Bogen zu der geplanten Batterienforschungsfabrik in Münster. Münster löse die Energiewende, hieß es bereits vor einer Woche. Pinkwart unkte, er höre den Oberbürgermeister bereits sagen, mit der Batterie und der Photovoltaik löse Münster künftig die Energiewende.

Hintergrund: Photovoltaikanlagen müssen künftig nicht mehr mit Glasscheiben geschützt werden. Die neuartigen Folien, die bei der BASF in Münster hergestellt werden, leisten das ebenfalls. Die Barrierefolien wären somit ein Baustein der Energiewende.

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