„Hootin’ the Blues“ im Kulturbahnhof Hiltrup
Immer mit dem Blues im Herzen

Münster-Hiltrup -

Über 30 Bühnenjahre haben die Drei nun schon gemeinsam auf dem Buckel. Weltweit unterwegs – immer mit dem Blues auf den Lippen und im Herzen. Als „Hootin’ the Blues“ nun im Kulturbahnhof Hiltrup aufspielte, war es ein bisschen wie ein Heimspiel.

Donnerstag, 11.07.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 17:46 Uhr
Alle drei Musiker kamen mit Hut (v.l.): Günter Leifeld, Rupert Pfeiffer, und Harmonika-Mann Gerd Gorke sorgten im Kulturbahnhof Hiltrup für Non-Stop-Gute-Laune-Blues.
Alle drei Musiker kamen mit Hut (v.l.): Günter Leifeld, Rupert Pfeiffer, und Harmonika-Mann Gerd Gorke sorgten im Kulturbahnhof Hiltrup für Non-Stop-Gute-Laune-Blues. Foto: Arndt Zinkant

Und plötzlich lag die gemütliche Bahnhofshalle im Mississippi-Delta.

Nicht ohne Stolz wurde darauf hingewiesen, dass „Hootin’ the Blues“ vor zehn Jahren den Deutschen Blues­preis gewonnen hat. Und wie Harmonika-Ass Gerd Gorke lächelnd anmerkte: Nicht mit klassischem Blues für Puristen, sondern mit ihrem ganz eigenen Stilmix aus Country-Blues, Ragtime, Bluegrass, Westernswing mit dreistimmigem Gesang. „Hill-Billy-Goodtime Blues“ nennen die Drei das selber. Und es kam beim Publikum im ausverkauften Kulturbahnhof glänzend an. Gute Laune war Trumpf und durchaus anders als bei der sonst so coolen Melancholie des Blues-Genres. Lässiges Gitarrenspiel, leicht vernuschelter Gesang (was auch an der eher leise gepegelten Anlage gelegen haben mochte) und viel Spaß zeichneten dies Konzert aus.

Alle Drei kamen mit Hut. Rupert Pfeiffer in der Mitte spielt wie ein Fels in der Brandung. Günter Leifeld wechselt schneller zwischen Gitarren, Mandoline oder Banjo, als man gucken kann – bis er bei einem Uralt-Schmuckstück von 1939 anlangt. Und Gerd Gorke zieht eine Mundharmonika nach der anderen souverän aus dem „Patronengürtel“, um hoch virtuose Soli abzuliefern. Da kann auch mal ein finaler Ton durch die Nasenlöcher gepustet werden; Schelmerei pur.

Die Titel heißen „I’m looking for Money“ („Heißt hier jemand Manni?”) oder auch „I’m sitting on top of the world“. Auch fülligen Damen wird zwischendurch gehuldigt (“Big Fat Mamas”), bis irgendwann fast alle Stile durchgespielt sind. „Jetzt gibt’s noch `nen echten Blues!“, grinst Gorke, bevor er sich sein wohl verdientes Pausen-Bier abholt. Dann wird unermüdlich weitergespielt, und die Fans klatschen zwischendurch gerne mit.

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