Hiltruper Museum verleiht Exponate an das Naturkundemuseum
Zum Mond und zurück

Münster-Hiltrup -

Vor 50 Jahren setzte Neil Armstrong Fuß auf unseren Trabanten. Die Fernsehübertragung der Mondlandung 1969 war ein Medienereignis, das weltweit an den TV-Bildschirmen verfolgt wurde. Um einmal zu zeigen, wie so ein normales Wohnzimmer damals aussah, hat das LWL-Naturkundemuseum auf Exponate des Hiltruper Museums zurückgegriffen.

Samstag, 03.08.2019, 11:11 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 11:20 Uhr
Das LWL-Naturkundemuseum griff in einer Ausstellung zur ersten bemannten Mondlandung auf Exponate des Hiltruper Museums zurück.
Das LWL-Naturkundemuseum griff in einer Ausstellung zur ersten bemannten Mondlandung auf Exponate des Hiltruper Museums zurück. Foto: privat

Zur Kooperation der beiden Museen – dort das große Landesmuseum in der Trägerschaft des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), hier das Heimatmuseum in der alten Feuerwache – kam es ganz zufällig. „Die Museumsleute hatten von unserer Ausstellung zu den 1960er Jahren in den Westfälischen Nachrichten gelesen“, so der Hiltruper Museumsdirektor Hans Muschinski .

Seine Frau Rita Muschinski war wesentlich an der Konzeption der Ausstellung und der Sammlung der 1960er-Jahre-Möbel beteiligt und lud daraufhin die Museumsexperten nach Hiltrup ein. „Die fielen aus allen Wolken, als sie unsere Ausstellung sahen“, freut sich Hans Muschinski. Ursprünglich sollte nur ein Exponat aus Hiltrup in die Mondlandungs-Ausstellung wandern, nach dem Besuch in Hiltrup stand fest: Es soll ein ganzes Wohnzimmer werden.

Mittlerweile sind die Möbelstücke wieder wohlbehalten in der alten Feuerwache zurück. Hans Muschinski erinnert sich noch gut, wie er damals die Mondlandung erlebt hat: „Natürlich auch im Wohnzimmer vor dem Fernseher!“ Er war damals 26 Jahre alt und seit zwei Jahren verheiratet. „Wir beide haben mit Begeisterung zugesehen wie Neil Armstrong seine ersten Schritte auf dem Mond gemacht hat.“ Ein Spektakel, das nachfolgenden Generationen seit der Einstellung des Apollo-Programms nicht mehr vergönnt war.

Noch bis April 2020 ist die Ausstellung zu den 1960er Jahren in Hiltrup zu sehen. Es gibt noch einen anderen Bezug zur Mondlandung, die in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert. In einer Vitrine ist ein alter Rechenschieber zu sehen. Zur Zeit der Mondlandung gab es zwar schon die ersten elektronischen Rechner. Doch die Astronauten vertrauten lieber der Erfahrung und der Präzision der Nasa-Mathematikerinnen und ihren Rechenschiebern.

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