Fotoausstellung
Eine Liebeserklärung an den Aasee

Münster-Hiltrup -

Eva Maria Koch präsentiert in der Stadthalle Hiltrup ihre bemerkenswerten Fotos vom Aasee in Münster. Die Bilder sind eine einzige Liebeserklärung.

Donnerstag, 15.08.2019, 18:00 Uhr
Die schönen Seiten des Aasees präsentiert Eva-Maria Koch in ihrer neuen Ausstellung, die in der Hiltruper Stadthalle zu sehen ist.
Die schönen Seiten des Aasees präsentiert Eva-Maria Koch in ihrer neuen Ausstellung, die in der Hiltruper Stadthalle zu sehen ist. Foto: gro

Die aktuelle Fotoausstellung in der Stadthalle passt zu der neuesten Aktion der Anlieger des Aasees, für ein besseres Miteinander an Münsters schönstem See zu werben. Denn beide Aktionen, die unabhängig voneinander entstanden, ergänzen sich. „I love Aasee“, steht auf den Flyern – die sehenswerten Fotos von Eva Maria Koch sind eine einzige Liebeserklärung an den Aasee.

„Er ist der Ruhepool und das pulsierende Leben Münsters zugleich“, erklärt Eva Maria Koch. Für sie ist das Binnengewässer das Herz der Stadt. „Er ist mein Ort, um die Arme auszubreiten.“ Diese tiefe Beziehung, die sie ganz offen bekennt, sieht man ihren Fotos an.

Zugleich geht es ihr auch um eine Dokumentation. Sie orientiert sich in ihrer Präsentation an den vier Jahreszeiten, die alle zu ihrem Recht kommen, wobei die Wintermonate mit ihren optischen Reizen es ihr besonders angetan haben.

Dass sich mehrere tausend Menschen auf der geschlossenen Eisdecke tummeln, ist ein Anblick, der zuletzt sehr selten geworden ist. Im vergangenen Winter hat es lediglich zu einer dünnen Eisschicht gereicht, die immerhin für einige starke Fotoimpressionen reichte.

Leichte Sommerbilder gibt es ebenfalls zu entdecken. Die Münsteraner nutzen gerne die Bühne des Aasees. Sie gehen spazieren, joggen oder fahren Rad. Die Montgolfiade mit ihren bunten Ballonriesen findet das Interesse der Fotografin. Ein Segelschiff hat sie so festgehalten, dass es sich durch die Giant Pool Balls zu bewegen scheint, die zu diesem Zeitpunkt ausnahmsweise frei von Graffiti sind.

Ausufernde Grillpartys mit ihren wenig appetitlichen Begleiterscheinungen hat die Fotografin ausgespart. Manch einer vermisst die Aasee-Serenaden. Dafür überrascht die Fotografin mit einem Foto des Schwans Petra, den sie direkt für einer Aaseekugel porträtiert. Am Computer wird daraus eine Pop Art-Darstellung.

Sichtbar wird bei allen Fotografien ein hoher Gestaltungswille. Eva Maria Koch, die als Kunstlehrerin am Gymnasium in Borghorst unterrichtet hat und sich seit drei Jahren im Team des Hiltruper Kulturbahnhofs engagiert, erweist sich als aufmerksame Beobachterin, die um die Gesetze eines gelungenen Bildaufbaus weiß. Details sind es, die die Wirkung der durchweg angenehm anzuschauenden Fotos steigern und einen zweiten oder dritten Blick lohnenswert erscheinen lassen.

Ihre große Erfahrung spielt Eva Maria Koch, die wiederholt auf Norderney, in Münster und in Hiltrup im Kulturbahnhof sowie im Herz-Jesu-Krankenhaus ausgestellt hat, auch bei der bewussten Auswahl ihrer Bildrahmen aus. Klare Farbigkeit unterstützt sie, in dem sie einen Druck auf Aluminium wählt. Fotos, die eine weiche Präsentation verlangen, sind auf Leinwand aufgezogen. Nur einige wenige Fotos wurden auf Papier abgezogen.

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Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2020 zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadthalle zu sehen.

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