Westfalenstraße
Ab nächster Woche nur noch Stau

Münster-Hiltrup -

Die Westfalenstraße 54 bleibt in den kommenden Monaten eine Baustelle – und damit ein Nadelöhr für den Durchgangsverkehr.

Donnerstag, 22.08.2019, 11:00 Uhr
Der erste Blick trügt: Die Asphaltarbeiten und der Einsatz einer Straßenwalze bedeuten keineswegs das Ende der Bauarbeiten an der Westfalenstraße. Die Bundesstraße 54 bleibt in den kommenden Monaten eine Baustelle – und damit ein Nadelöhr für den Durchgangsverkehr.
Der erste Blick trügt: Die Asphaltarbeiten und der Einsatz einer Straßenwalze bedeuten keineswegs das Ende der Bauarbeiten an der Westfalenstraße. Die Bundesstraße 54 bleibt in den kommenden Monaten eine Baustelle – und damit ein Nadelöhr für den Durchgangsverkehr. Foto: gro

Mitte kommender Woche enden die großen Schulferien. Dann ändert sich das Bild auf den Straßen und Radwegen. Wie auf Knopfdruck wird es zu den üblichen Stoßzeiten wieder rappelvoll in Hiltrup.

Auf der Westfalenstraße ware – wohlweislich – in den Ferien mit der Großbaustelle im neuen Kreuzungsbereich „Hummelbrink“ und dem künftigen Baugebiet auf dem Eschweiler-Areal begonnen worden. Was erwartet die Auto- und Radfahrer ab der kommenden Woche? Die Westfalenstraße ist keine Sommerbaustelle. Sie wird die Hiltruper und die vielen Pendler noch lange begleiten.

Aber so mancher hegte bis zuletzt die Hoffnung, dass bis zum Ferienende zumindest größere Bauarbeiten abgeschlossen sein könnten, damit der Verkehr möglichst flüssig laufen kann und der Stau nicht allzu heftig wird.

Die Antwort aus dem Tiefbauamt verheißt nicht viel Gutes.

Die gesamte Baumaßnahme werde sich bis in das erste Quartal 2020 ziehen, ruft Bauleiter Egbert Hermann in Erinnerung. Denn vorgesehen ist eine etwas größere Operation am offenen Herzen.

Die Bundesstraße soll an dieser Stelle eine Signalanlage erhalten. Zwei separate Linksabbiegerspuren werden entstehen, damit der Verkehrsfluss künftig nicht permanent unterbrochen wird. Dafür wird die Fahrbahn verschwenkt und es entfallen Stellplatze.

Gegenwärtig befindet man sich im ersten Bauabschnitt – und die Rahmenbedingungen, die die Bauarbeiter antreffen, sind alles andere als optimal. „Wir müssen sehr kleinteilig arbeiten“, erklärt Egbert Hermann. Grund dafür sind die beengten Verhältnisse.

Die Durchfahrt für Radfahrer und Fußgänger müssten erhalten bleiben. Der Raum, der für die Autofahrer auf der Bundesstraße zur Verfügung steht, könne nicht weiter verengt werden. Gegenwärtig reicht ein einziger Linksabbieger aus, der zum Lidl-Markt möchte, um den Verkehr stadteinwärts zum Erliegen zu bringen.

Erst in sechs Wochen seien die Nebenanlagen aus der westlichen Straßenseite fertig, gewährt das Tiefbauamt Einblick in die detaillierte Zeitplanung. Anschließend wird die andere Straßenseite in Angriff genommen. Auf die beengten Verhältnisse müssen sich die Verkehrsteilnehmer noch länger einstellen.

„Bislang halten sich die Probleme in Grenzen“, resümiert ein Anlieger und Geschäftsmann. Ab der kommenden Woche befürchtet er Schlimmes. Denn die Verkehrszahlen aus dem Jahr 2018 besagen, dass täglich 13 800 Kraftfahrzeuge auf der Westfalenstraße unterwegs sind.

Einen Vorgeschmack hat es bereits gegeben, als nach Sperrungen der Autobahn der Umleitungsverkehr sich über die Westfalenstraße zwängte und dabei immer wieder zwischen den beiden Ampeln am Hummelbrink und der Alten Kirche zum Erliegen kam. Was die Geschäftsleute bereits jetzt stört, ist der Wegfall von Stellplätzen: „Wir hatten vorher schon zu wenige, jetzt wird es noch dramatischer.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6864465?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F138%2F
Mit Stichverletzungen ins Krankenhaus
Die Polizei wurde zu einer Messerstecherei gerufen.
Nachrichten-Ticker