Imam Gast der Senioren-Union
Veranstaltung im Zeichen des Dialogs

Münster-Hiltrup -

„Bei allen Unterschieden gibt es durchaus Gemeinsamkeiten“, sagte Dr. Ludwig Coenen, als er Imam Mustansar Ahmed von der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde als Gast der Senioren-Union Hiltrup begrüßte. Vor dem Hintergrund der Werte wie Toleranz und Gewissensfreiheit sei die Veranstaltung zu sehen, sagte er.

Samstag, 24.08.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 17:34 Uhr
Dr. Ludwig Coenen (r.) hieß Imam Mustansar Ahmed von der Ahmadiyya-Gemeinde als Gast der Senioren-Union willkommen.
Dr. Ludwig Coenen (r.) hieß Imam Mustansar Ahmed von der Ahmadiyya-Gemeinde als Gast der Senioren-Union willkommen. Foto: gro

Mustansar Ahmed , der seit 2015 in der Gemeinde an der Hansestraße wirkt, ist in Deutschland geboren und wurde in London zum Imam ausgebildet. Der 29-Jährige räumte ein, dass längst nicht alle Muslime die Deutungen des Islams teilen, wie sie in der Ahmadiyya-Gemeinde vorherrschen.

Die Ahmadiyya Muslim Jaamat wurde Ende des 19. Jahrhundert gegründet. In Pakistan wird sie verfolgt. In Deutschland gibt es die Ahmadiyya seit mehr 90 Jahren. Der Iman erklärte, der Islam bedeute Friede. Es sei Aufgabe, Frieden zu erlangen. Von jedem Gläubigen werde erwartet, dass „alle Menschen vor seiner Zunge und seinen Händen sicher sein sollen“.

Mustansar Ahmed stellte die menschenfreundlichen Züge seiner Religion heraus. Er wisse, dass es extreme Gruppen gebe, die den Islam missbrauchen. Er warnte vor der Pauschalisierung, dass von allen Muslimen eine Gefahr für die Gesellschaft ausgehe.

Zu einer gelungenen Integration gehört aus Sicht des Imams, dass man die Landessprache erlerne, die geltenden Gesetze befolge und sich positiv einbringe in die Gesellschaft. Religionsfreiheit müsse für alle gelten, sagte er. Angesprochen auf das Gebot für Frauen, ein Kopftuch zu tragen oder sich gar ganz zu verschleiern, verwies der Iman darauf, dass dieses ein Gebot Gottes sei. Er warb dafür, „dass wir uns gegenseitig respektieren und die Traditionen der anderen akzeptieren“. Auch bei der Gleichbehandlung von Mann und Frau traten Unterschiede zu Tage.

Für den 3. Oktober lud der Imam zum Tag der offenen Moschee an der Hansestraße ein. Im November soll es erneut eine mehrtägige Islam-Ausstellung in der Stadthalle geben.

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