Rachele Andioli und Rocco Nigro traten im Kulturbahnhof auf
Barfuß, kraftvoll, hochkarätig

Münster-Hiltrup -

Ein Tambourin, ein Akkordeon und eine Stimme, die gleich zwei Kulturbahnhöfe hätte füllen können – das war das Duo Rachele Andioli und Rocco Nigro. Das Duo füllte auch die Herzen der Zuhörer, was der durchgehend begeisterte Applaus ausdrückte. Das Konzert fand im Rahmen des Münsterland-Festivals am Samstag im ausverkauften Kulturbahnhof statt. Barfuß traten die Musiker auf die Bühne, begannen gleich zu spielen und brachten zwischen den Stücken kurze Einführungen auf Englisch. Zum Schluss schenkten sie ihrem Publikum zwei Zugaben.

Sonntag, 20.10.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 17:42 Uhr
Das Duo aus Apulien zauberte die Sonne Italiens ins herbstliche Münster. Das Konzert war ausverkauft
Das Duo aus Apulien zauberte die Sonne Italiens ins herbstliche Münster. Das Konzert war ausverkauft Foto: Maria Conlan

Aus Apulien, dem äußersten Südosten des Stiefels, kommen die beiden. Sie brachten nicht nur traditionelle italienische Lieder mit, sondern auch ein wenig Weltmusik mit spanischen und portugiesischen Klängen. Schlaflied und Tanz, Liebeslied und Folklore – sehnsuchtsvoll und melancholisch, seufzend, flüsternd und dann wieder heraus schreiend voller Emotionen. Die Botschaften wurden auch von den denjenigen Zuschauern verstanden, die kein Wort Italienisch sprachen.

Lars Krolik (Münsterland Festival) hatte nicht übertrieben, als er ein „hochkarätiges Duo“ ankündigte. Zum zweiten Mal gastierte das Festival hier im Kulturbahnhof. Hilde Kortüm von den ehrenamtlichen Mitarbeitern freute sich über das ausverkaufte Haus und begrüßte die Gäste zu Beginn.

Die kräftige, dunkle Altstimme der Italienerin schien kein Mikro nötig zu haben. Statt dessen griff sie immer wieder zu Tambourin, Holzklapper, Flöte – und das Duo verständigte sich mit kurzen Blickkontakten.

Alle Stücke waren gemütvoll, facettenreich und zeigten eine große Bandbreite. Ein Lied widmeten sie den ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer. Immer wieder war Raum für kleine Soloparts des virtuosen Akkordeonspielers.

Der Musikabend zauberte ein Stück Italien ins herbstliche Hiltrup und Sonne in die Herzen der Zuhörer.

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