Kein Martinsspiel, kein Halloween
Zwei beliebte Feste abgesagt

Münster-Hiltrup -

Jede Jahreszeit hat ihre Feste. Zu dem Festreigen im Herbst gehören im Münsterland seit jeher Erntedank und das Martinsspiel, seit einigen Jahren – quasi als exotische Einwanderer – das bayrische Oktoberfest und am 31. Oktober Halloween, ein Fest mit irischen Wurzeln als Import aus Amerika.

Mittwoch, 30.10.2019, 10:00 Uhr
Das Martinsspiel lockte im vergangenen Jahr 2000 Menschen auf die Straße. Dieses Jahr fällt es aus.
Das Martinsspiel lockte im vergangenen Jahr 2000 Menschen auf die Straße. Dieses Jahr fällt es aus. Foto: gro/anh

Und passiert in diesem Herbst? Da fallen In Hiltrup gleich zwei Feste aus, die sich größter Beliebtheit erfreuten. Das Martinsspiel am 15. November findet nicht statt. Auch das Halloween-Fest am 31. Oktober in der Stadthalle ist abgesagt worden.

Jeder, der dabei war, erinnert sich: Bei der Neuauflage des Martinsspiel im vergangenen Jahr wurden alle Erwartungen übertroffen und die Stadtteiloffensive und der Landwirtschaftsverlag als Veranstalter förmlich überrannt.

2000 Kinder, Eltern und Großeltern schlossen sich dem Martinsumzug an, als sich am Schulzentrum über die Max-Winkelmann-Straße in Bewegung setzte. Begleitet wurde der Umzug von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr und Musikern des KvG-Gymnasiums mit ihren Blasinstrumenten. Ziel war der Parkplatz des Landwirtschaftsverlages am Bahnhof.

Ein handfestes Problem gab es wegen des enormen Ansturms: Nicht alle Kinder konnten dem Martinsspiel folgen, weil sie schlichtweg nichts sehen konnten. Bestenfalls konnten sie in der Ferne einen roten Mantel sehen, der von dem Reiter, dem Heiligen Martin, geteilt wurde. Deshalb versprach die Stadtteiloffensive für das kommende Martinsspiel ein neues Konzept.

Nun kommt die Nachricht, dass in diesem Jahr das Martinsspiel gar nicht stattfinden wird. Es wurde abgesagt. Für eine Neuauflage seien umfangreiche organisatorische Veränderungen erforderlich, sagt Linus Weistropp , der noch im vergangenen Jahr die Organisation übernommen hatte. Das sei im Moment nicht leistbar. Eine Eintagsfliege soll das letztjährige Martinsspiel allerdings nicht gewesen sein, versichert Weistropp.

Die Absage des Martinsspiels habe nichts damit zu tun, dass es derzeit keinen Stadtteilmanager in Hiltrup gebe, ergänzt Jan Kaven, der Vorsitzende der Stadtteiloffensive. Er hofft, dass die Organisation im kommenden Jahr wieder klappen wird.

Der Schützenverein „Dicke Eiche“ hatte jahrelang zu Halloween die Stadthalle zu einer Land der Zombies und Untoten verwandelt. Mit großem Aufwand wurde eine stilechte Kulisse aufgebaut. „Der organisatorische Aufwand war zu groß“, sagt Vorstandsmitglied Birgit Edom im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Schützen bieten das beliebte Event nicht mehr an. Ideen für andere Veranstaltungen im kommenden Frühjahr haben sie bereits. Freunde des gepflegten Gruseln können in den Kulturbahnhof ausweichen oder auf eine der vielen Halloween-Feiern in Münster. Sogar der Zoo muss für den Gruselspaß herhalten. 

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