Bahnhof Hiltrup
Forderung nach Schritttempo

Münster-Hiltrup -

Die Anwohner am Hiltruper Bahnhof lassen nicht locker. Wiederholt haben sie darauf aufmerksam gemacht, dass die gegenwärtige Situation aus ihrer Sicht nicht haltbar ist.

Samstag, 02.11.2019, 13:00 Uhr
Zu viel Verkehr, zu großer Lärm: Bewohner des Eckhauses Glasurit- und Max-Winkelmann-Straße lassen nicht locker.
Zu viel Verkehr, zu großer Lärm: Bewohner des Eckhauses Glasurit- und Max-Winkelmann-Straße lassen nicht locker. Foto: gro

Im Frühjahr 2018 hatten sie eine Petition an die Stadt verfasst. Mehr als ein Jahr mussten sie auf eine Antwort warten. Jetzt geben sie eine Erwiderung.

► Um die Verkehrssicherheit zu verbessern und Lärm sowie Abgase zu reduzieren, wollen sie auf der Max-Winkelmann-Straße, der Ber­gi­us­straße und auf Teilen der Glasuritstraße Tempo 30. Bislang wurde lediglich an der Max-Winkelmann-Straße im Bereich der Kita zeitlich beschränkt zwischen 7 und 17 Uhr Tempo 30 eingeführt. Die Anwohner wie Hermann Holtmannspötter und Klaus-Dieter Kotz-Lörper fragen: Warum gibt es ein Lkw-Verbot an der Marktallee und auf Abschnitten der Hülsebrockstraße Tempo 30, nicht aber am Bahnhof? „Warum zeigt sich die Verwaltung dort beweglicher?“

► Eine bessere Verkehrsberuhigung wünschen sich die Anwohner auf der westlichen Bergius­straße. Das ist das Teilstück zwischen den West-Ost-Achsen im Bahnhofsbereich. An diesen Straßenabschnitt stoßen die Ein- und Ausfahrten der beiden Aldi-Parkplätzen sowie von zwei Tiefgaragen. Zudem führt die Straße direkt auf die Zufahrt des Parkplatzes am Edeka-Markt. Die Anwohner plädieren für einen verkehrsberuhigten Bereich, in dem jeder Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt ist. Im Klartext hieße das Schrittgeschwindigkeit. Sie argumentieren: Die derzeitige Situation verführe „zu schnellem Fahren“. Die Folge sei eine „große Unsicherheit bei allen Verkehrsteilnehmern“.

► Ganz und gar nicht einverstanden zeigen sich die Anwohner mit der Beurteilung des Lärms, der durch das Verkehrsaufkommen auf der Max-Winkelmann-Straße erzeugt werde. 250 Busse zählen sie tagtäglich, dazu der Anlieferverkehr mit vielen Kühl-Lastwagen. Sie sind überzeugt, dass die zulässigen Grenzwerte überschritten werden. Sie fordern eine Messung durch ein Gutachterbüro. Der Verwaltung werfen sie vor, planungsrechtlich ein „Kuddelmuddel“ veranstaltet zu haben.

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