Russisch-orthodoxe Gemeinde
Neubau einer Kirche rückt näher

Münster-Hiltrup -

Die russisch-orthodoxe Gemeinde in Münster möchte eine neue Kirche bauen. Erzbischof Mark Arndt aus München machte sich persönlich ein Bild von einem möglichen Standort am Osttor in Hiltrup.

Montag, 04.11.2019, 21:30 Uhr
Erzbischof Mark Arndt, der die deutsche Diözese der russisch-orthodoxen Auslandskirche leitet, verschaffte sich vor Ort ein eigenes Bild. Begrüßt wurde er von Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (r.) und von Arkadij Dubrovin (l.), Priester der russisch-orthodoxen Gemeinde in Münster.
Erzbischof Mark Arndt, der die deutsche Diözese der russisch-orthodoxen Auslandskirche leitet, verschaffte sich vor Ort ein eigenes Bild. Begrüßt wurde er von Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (r.) und von Arkadij Dubrovin (l.), Priester der russisch-orthodoxen Gemeinde in Münster. Foto: gro

Die erste Frage von Erzbischof Mark Arndt galt der richtigen Himmelsrichtung. „Und wo ist Osten?“, wollte er wissen. Die zweite galt der Verkehrsanbindung durch die öffentlichen Nahverkehr. Die Antworten, die er von dem jungen Architekten Denis Zimin erhielt, stellten den hohen Gast sichtlich zufrieden.

Erzbischof Mark Arndt, der seit 1980 die deutsche Diözese der russisch-orthodoxen Auslandskirche leitet, hat sich persönlich ein Bild von dem Standort eines geplanten Kirchenneubaus gemacht. Die russisch-orthodoxe Gemeinde sucht seit Jahren einen geeigneten Ort in Münster, an dem sie sich zum Gottesdienst versammeln kann. Gegenwärtig ist die Gemeinde Nachbar eines größeren Getränkemarktes sowie eines Fitness-Centers an der Hammer Straße.

Bereits vor mehr als eineinhalb Jahren hat ihr die Stadt Münster ein Grundstück am Osttor unmittelbar vor dem Fußballstadion angeboten. Die Auswahl von 15 möglichen Standorten im Stadtgebiet war von Oberbürgermeister Markus Lewe und der Dezernentenrunde als dem obersten Leitungsgremium innerhalb der Stadtverwaltung getroffen worden, berichtete Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt.

Zum aktuellen Stand der Verhandlungen mit der Stadt erläuterte Denis Zimin, es liege ein Entwurf für einen Pachtvertrag vor. Unmittelbar nach Jahresbeginn gehe das Vorhaben in den Liegenschaftsausschuss. In einem anderen Gremium, dem Gestaltungsbeirat, sei alles „gut verlaufen“, ergänzte Zimin. Geplant sei eine Kapelle in „asketischer Hofbauweise“. Das Gebäude werden an seiner Westseite an den Parkplatz angrenzen. Der Zugang erfolge von westlicher Seite – nahe der Bushaltestelle. Das Gebäude solle zudem für die Kinderbetreuung genutzt werden, so dass „an allen Tagen der Woche“ Leben in dem Gebäude sei. Eine Architekturskizze legte er allerdings nicht vor.

Mit großem Interesse vernahm der Erzbischof, dass östlich des Wäldchens ein großes neues Wohngebiet mit mehr als 1000 Wohneinheiten geplant sei. Für das Bauvorhaben der russisch-orthodoxen Gemeinde soll eine Fläche von 1700 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Zuletzt stand dort eine Flüchtlingsunterkunft.

Ideen für das Gelände in attraktiver Lage gibt es von mehreren Seiten: Die katholische Kirche hatte angeregt, Flächen von Kirche und Stadt zusammenlegen, um gemeinsam die In­frastruktur in Hiltrup-Ost zu stärken. Ein Lebensmittelmarkt hatte wiederholt Interesse am Standort gezeigt.

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