Unerlaubte Abkürzung am Osttor
Autofahrer nutzen Radweg

Münster-Hiltrup -

Breite Radwege sind auf dem Vormarsch. Am Osttor gibt es sie seit einigen Jahren. Wenn Autofahrer jedoch breit angelegte Radwege als Abkürzung nutzen, wird es sehr schnell sehr gefährlich.

Freitag, 15.11.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 18:38 Uhr
Otto Schneider ist am Osttor mehrfach Autofahrern auf dem Radweg zwischen Meinenkampstraße und Immenkamp begegnet.
Otto Schneider ist am Osttor mehrfach Autofahrern auf dem Radweg zwischen Meinenkampstraße und Immenkamp begegnet. Foto: gro

Der Hiltruper Otto Schneider hat es mittlerweile zum dritten Mal erlebt, dass Autofahrer auf dem rotgepflasterten Radweg zwischen Meinenkamp­straße und Immenkamp fahren.

Einmal ergab sich eine besonders brenzlige Situation, erzählt der Ruheständler: Mit seinen drei Enkelkinder habe er an der Fußgängerampel das vielbefahrene Osttor überquert. So weit, so gut. Doch von rechts kam ein Auto über den Radweg. Damit hatte keiner gerechnet – am wenigsten seine Enkelkinder, die er mit einem beherzten Sprung vor Schlimmeren bewahren konnte. Das war vor etwa sechs Wochen gewesen.

Am vergangenen Donnerstagnachmittag um 15 Uhr war er auf dem Weg zur Postannahmestelle im Spiel - und Schreibwarengeschäft Uhr, als erneut ein Auto auf dem Radweg unterwegs war. Er habe sich das Nummernschild gemerkt, berichtet Schneider und ergänzt: „Immer kommen die Autos von der Meinenkampstraße.“

Die Meinenkampstraße kommt aus einem Wohngebiet und führt an das Osttor heran. In einer scharfen Linkskurve werden die Verkehrsteilnehmer auf das so genannte alte Osttor geleitet. Wer in Richtung Osttor unterwegs ist, muss die Auffahrt im Kreuzungsbereich Zum Hiltruper See nehmen.

Manche glauben, gut 100 Meter Radweg könnten die ideale Abkürzung sein – was natürlich verboten ist. „Am meisten ärgert mich, wenn die Autofahrer einfach behaupten, ihr Navigationsgerät hätte ihnen den Weg über den Radweg angezeigt.“ Otto Schneider fordert, dass die Durchfahrt für Autos gesperrt wird.

Da das Aufstellen weiterer Verkehrsschilder vermutlich wenig Wirkung zeigen werde, regt er die Errichtung von drei Pollern in der Nähe der Meinenkampstraße an. Die Poller müssten in dem Bereich zwischen der Meinenkampstraße und dem Abzweig des Radwegs über die Osttorbrücke aufgestellt werden, meint er.

Als das Osttor umgebaut wurde, kam eine ähnliche Anregung von den Anliegern. Die zuständigen Behörden lehnen das Ansinnen damals ab, weil schmale Poller eine Gefahrenquelle für Radfahrer darstellen könnten.

Nach seinen Erlebnissen lässt Otto Schneider diese Einwände nicht mehr gelten: „Da müssen Poller her, damit da kein Auto mehr herfährt.“

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