Ausstellung dauert bis zum 28. November
Ein Mediziner als Kult-Autor

Münster-Hiltrup -

Wenn die Geschichte des Landwirtschaftlichen Wochenblattes erzählt wird, darf eine Person nicht fehlen. In der Ausstellung zum 175-jährigen Bestehen des Landwirtschaftlichen Wochenblattes wird daher der Hiltruper Mediziner Dr. Theodor Stroband gebührend gewürdigt.

Sonntag, 24.11.2019, 19:38 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 08:07 Uhr
Das waren noch die alten Bleisatz-Zeiten: Die Ausstellung zum 175-jährigen Bestehen des landwirtschaftlichen Wochenblatts zeigt auch die Tätigkeit der Setzer und Drucker.
Das waren noch die alten Bleisatz-Zeiten: Die Ausstellung zum 175-jährigen Bestehen des landwirtschaftlichen Wochenblatts zeigt auch die Tätigkeit der Setzer und Drucker. Foto: gro

Wenn die Geschichte des Landwirtschaftlichen Wochenblattes erzählt wird, darf eine Person nicht fehlen. In der Ausstellung zum 175-jährigen Bestehen des Landwirtschaftlichen Wochenblattes wird daher der Hiltruper Mediziner Dr. Theodor Stroband gebührend gewürdigt. Dabei ist er weder Landwirt noch Redakteur der Zeitschrift gewesen. Der Mediziner Strohband ist Rekordhalter. Er ist der Autor mit den meisten Artikeln im Wochenblatt. Über vier Jahrzehnte von 1954 bis 1994 schrieb er als Kolumnist über Gesundheitsthemen.

Für treue Wochenblatt-Leser ist Stroband dadurch unsterblich geworden. „Als ich als Kind Masern hatte“, erzählte eine Besucherin lebhaft beim Besuch der sehenswerten Ausstellerin im Foyer des Landwirtschaftsverlages „griff meine Mutter zum Wochenblatt, um zu wissen, was sie zu tun hatte.“

„Dr. Stroband war eine echte Autorität – nicht nur in Hiltrup“, bestätigte der Historiker und Redakteur des Wochenblatts, Gisbert Strotdrees. Dank einer sorgsam geführten Autorenkartei der Wochenblatt-Redaktion kann jeder heute nachlesen, dass Stroband beispielsweise am 25. Juli 1968 seinen Leser riet: „Esst mehr Obst!“. Am 18. August 1983 gab er seiner Kolumne den schönen Titel: „Du hast so schöne blaue Augen“. Sogar das gezahlte Honorar ist exakt verzeichnet. Das Wochenblatt bezahlte seinem Star-Autor nicht schlecht. 240 Mark strich Stroband für jede Kolumne ein.

Anhand von 17,5 Objekten vermittelt die Ausstellung Wissenswertes zur Geschichte des „Landwirtschaftlichen Wochenblatts Westfalen-Lippe“, das sich seit einigen Jahren „Wochenblatt. Landwirtschaft und Landleben“ nennt. Wer die Ausstellung selbst erkunden möchte, hat dazu bis Donnerstag (28. November) Gelegenheit.

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