Spatenstich für das Baugebiet „An der Hiltruper Baumschule“
„Das Ganze bekommt Charakter“

Münster-Hiltrup -

Erster Spatenstich für das neue Baugebiet „An der Hiltruper Baumschule“: An der Westfalenstraße entstehen rund 210 neue Wohnungen. Zuerst wird jedoch etwas ganz anderes gebaut.

Montag, 02.12.2019, 22:01 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 22:30 Uhr
Vertreter der Wohn- und Stadtbau mit Dr. Christian Jäger an der Spitze (5.v.l.), die Bauverantwortlichen sowie Hiltrups Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (2.v.r.) gaben das Zeichen für den offiziellen Baustart.
Vertreter der Wohn- und Stadtbau mit Dr. Christian Jäger an der Spitze (5.v.l.), die Bauverantwortlichen sowie Hiltrups Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (2.v.r.) gaben das Zeichen für den offiziellen Baustart. Foto: gro

Beim offiziellen ersten Spatenstich für das künftige Baugebiet an der Westfalenstraße machte Dr. Christian Jäger aus seiner Erleichterung kein Geheimnis.

Die Namensgebung schien für den Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau noch das geringste Problem gewesen zu sein. „Lorenzgrön“, der ungeliebte Name, ist längst zu den Akten gelegt, das Kind heißt nun „An der Hiltruper Baumschule“.

Es ist der lange Vorlauf, den Jäger ansprach: Tatsächlich kam das Projekt vor annähernd 15 Jahren erstmals bei der Wohn- und Stadtbau auf den Tisch. 2012 stieg man in die Verhandlungen mit den Eigentümern ein, berichtete Jäger. Die letzten Gespräche seien erst „vor kurzem“ beendet worden, erklärte der Geschäftsführer, ohne weitere Details zu nennen.

In mehreren Bauabschnitten geht es nun ans Werk. Jäger hofft, dass die Stadt Münster ihre Arbeiten in dem Kreuzungsbereich zügig abschließt. Für den Bauablauf wäre das von Vorteil.

11 000 Kubikmeter Erdreich wurden bereits abgefahren, als die Baugrube für den künftigen Lidl-Lebensmittelmarkt ausgehoben wurde. 700 Tonnen Stahl werden in dem Gebäude verbaut, ließ Jäger einige Zahlen fallen.

Der künftige Lidl-Markt wird eine Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern erhalten. Die Einzelhandelsfläche wird, wie heute es mittlerweile üblich geworden ist, überbaut: 34 öffentliche geförderte Wohnungen sind in den Geschossen vorgesehen.

Dazu wird es eine Tiefgarage geben, die mit Ladeanschlüssen für Elektroautos sowie Lastfahrräder ausgestattet wird. Ein Blockheizkraftwerk der Stadtwerke soll auch seinen Platz finden. Es soll das künftige Wohngebiet mit Wärme versorgen. Das Flachdach wird begrünt und erhält eine Photovoltaik-Anlage – was das Konzept des ökologisch anmutenden Bauens an der Hiltruper Baumschule abrunden soll.

Jäger zeigt sich überzeugt: „In diesem Wohnquartier wird man es aushalten können. Hier lässt es sich gut leben. Das Ganze bekommt Charakter.“ Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt sieht es ähnlich: Das Konzept lobte er als modern und „gut durchdacht“.

Weitere 180 Wohnungen entstehen in den weiteren Bauabschnitten. 24 Grundstücke sind für Eigenheime vorgesehen. Zudem entsteht eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen.

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