Rubensstraße: Ortstermin an der Haltestelle Emil-Nolde-Weg
Unglückliche Parameter

Münster-Hiltrup -

„Am Straßenquerschnitt hat sich nichts geändert“, hält Grit Hecht vom Amt für Tiefbau und Mobilität fest. Der Umbau der beiden Haltestellen „Emil Nolde-Weg“ kann aus ihrer Sicht nicht der Grund sein, warum es beim Begegnungsverkehr von Stadtbussen plötzlich zu massiven Problemen kommt.

Sonntag, 26.01.2020, 17:45 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 17:36 Uhr
An dem Ortstermin nahmen neben Vertretern der Verwaltung und der Stadtwerke Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (r.), Karl Kleine-Wilke (4.v.r.) von der CDU-Fraktion in der BV Hiltrup sowie Astrid Bühl
An dem Ortstermin nahmen neben Vertretern der Verwaltung und der Stadtwerke Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (r.), Karl Kleine-Wilke (4.v.r.) von der CDU-Fraktion in der BV Hiltrup sowie Astrid Bühl Foto: gro

Ortstermin an der Rubensstraße: Ratsfrau Astrid Bühl ( CDU ) ist es innerhalb weniger Tage gelungen, den hochkarätige Fachvertreter aus dem Haus der Stadtwerke Münster und des städtischen Amtes von Tiefbau und Mobilität zu versammeln. Mit dabei sind Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt sowie der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Walter von Göwels.

Das Ergebnis ist schnell benannt, um das Problem der unmittelbaren Busbegegnungen zu lösen, das in der Nachbarschaft heiß diskutiert wurde und seit der Veröffentlichung in unserer Zeitung in aller Munde ist. Die Stadtwerke wollen die „Wende“-Pause am Ende der Rubensstraße etwas verkürzen. Dadurch soll es an der Engstelle kaum noch zu den Begegnungen zweier Linienbusse kommen. Wie berichtet, waren Busse mehrfach auf den Radweg ausgewichen. In einem Fall waren sogar frisch angelegte Beete zerfahren worden.

„Wir haben die Örtlichkeit wiederhergestellt“, berichtet Marko Domke, Abteilungsleiter Fahrbetrieb bei den Stadtwerken. „Es seien sehr unglückliche Parameter zusammengekommen.“ Das Fahrpersonal sei angewiesen worden, das künftig zu unterlassen. Bei Begegnungen sollen die Fahrer gegebenenfalls den Einmündungsbereich des Emil-Nolde-Weges nutzen.

Auf das ungläubige Stirnrunzeln in der Runde, der sich auch ein Anwohner spontan angeschlossen hat, räumt der Stadtwerke-Vertreter ein, dass auch er die Situation in der langgezogenen Kurve in Höhe der neu ausgebauten Haltestelle Emil-Nolde-Weg für „grenzwertig hält“.

„Am Straßenquerschnitt hat sich nichts geändert“, hält Grit Hecht vom Amt für Tiefbau und Mobilität fest und faltete einen Bauplan auseinander. Mit 5,50 Meter sei die Straße bereits vor dem Ausbau eine Engstelle gewesen. Was sich aber geändert hat: Der Platz für abgestellte Fahrzeuge sei weggefallen. Unter den Busfahrern habe es früher eine Hemmschwelle gegeben, an den parkenden Autos zu knapp entlangzufahren.

Die neue Situation hätte manche Busfahrer zu der Annahme verleitet, sie würden „da schon durchkommen“. Als Konsequenz wollen die Stadtwerke nun verstärkt vorausschauendes Fahren und gegenseitige Rücksichtnahme einfordern.

Das zweite Problem will das Amt für Tiefbau- und Mobilität zügig lösen. Gemeint ist der in die Fahrbahn hereinragende Hochbord für den barrierefreien Einstieg der Fahrgäste. Er stellt nämlich einen Gefahrenpunkt dar, weil bislang jegliche Markierung fehlt. Grit Hecht schlägt das Aufstellen einer rot-weiß-gestreiften Bake vor.

Für Walter von Göwels ist die schnelle Reaktion der zuständigen Stellen ein wichtiges Signal für alle Bürger, dass Stadtwerke und Stadtverwaltung sich um die Verkehrsprobleme auch an dem entlegeneren Stellen im Stadtgebiet kümmern würden.

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