Eichenprozessionsspinner: Bürgerschützen werden ihr Königsschießen erneut an die Stadthalle verlegen
Mitgliedsbeitrag steigt um 30 Prozent an

Münster-Hiltrup -

Unmittelbar nach dem Schützenfest vom 26. bis 29. Juni startet die Sanierung der Stadthalle Hiltrup für rund 1,7 Millionen Euro. Es gab noch mehr spannende Themen.

Dienstag, 28.01.2020, 12:07 Uhr aktualisiert: 28.01.2020, 16:16 Uhr
Der neue Vorstand der Hiltruper Bürgerschützen: An der Spitze stehen Reinhard Mangels (hintere Reihe 3.v.l.) und – neuerdings – als sein Stellvertreter Angelo Balderi (4.v.l.).
Der neue Vorstand der Hiltruper Bürgerschützen: An der Spitze stehen Reinhard Mangels (hintere Reihe 3.v.l.) und – neuerdings – als sein Stellvertreter Angelo Balderi (4.v.l.). Foto: Grottendieck

Es ist eine ereignisreiche Mitgliederversammlung: Die Hiltruper Bürgerschützen erhöhen nahezu einmütig ihren Mitgliedsbeitrag um zehn Euro, der stellvertretende Vorsitzende Hermann-Josef Hackenesch scheidet aus dem Vorstand aus, das Schützenfest wird zum zweiten Mal an der Stadthalle und am angrenzenden Schulzentrum stattfinden.

Wie bei vielen anderen Schützenvereinen auch ist es der Eichenprozessionsspinner, der ein Königsschießen im Wald verhindert. Bereits im vergangenen Sommer wurde kurzerhand umdisponiert. In diesem Jahr bleibt gar keine andere Wahl, wenn man der Einschätzung des Stadtförsters folgt: Der Fachmann rechnet mit einer zwei- bis dreimal größeren Population des Spinners als im vergangenen Jahr.

Als der Vorsitzende Reinhard Mangels diese Zahl nannte, ging ein Raunen durch die Reihen der 59 Schützenbrüder- und -schwestern. Mit dem Aufhängen von Meisenkästen rund um die Vogelstange in Sandforts Busch wollen die Schützen einen Beitrag leisten, präventiv und ohne Chemie gegen die gesundheitsgefährdende Plagegeister vorzugehen.

Unmittelbar nach dem Schützenfest vom 26. bis 29. Juni startet die Sanierung der Stadthalle Hiltrup für rund 1,7 Millionen Euro. Ihren Frühschoppen werden die Schützen noch in der Stadthalle veranstalten können. Für das Königsschießen wird auf eine fahrbare Vogelstange zurückgegriffen.

Die Kosten des Schützenfestes veranlassten die Versammlung, ohne eine sonderlich große Diskussion der Erhöhung der Mitgliederbeiträge von 29 auf 39 Euro zuzustimmen. Für manche Frauen, die bislang 23 Euro zahlen, fällt die Erhöhung noch höher aus. Der Mitgliedsbeitrag für Männer und Frauen wurde angeglichen. Kassierer Albert Vieth hatte zuvor die Notwendigkeit einer Erhöhung dargelegt. Ein weiterer Grund ist die sinkende Zahl der Mitglieder von 461 auf 406 in den vergangenen zehn Jahren.

Bei den Vorstandswahlen trat Hermann-Josef Hackenesch nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender an. 1981 war er dem Verein beigetreten und sogleich Fähnrich geworden. Er wurde Hauptmann und Oberst und 2011 stellvertretender Vorsitzender. Mit einem großen Dank wurde er verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde Angelo Balderi gewählt.

Andrea Hopmann wurde neue stellvertretende Schatzmeisterin, Tobias Hopmann bleibt stellvertretender Chronist. Nici Staubermann wuppt die Doppelfunktion als stellvertretende Schriftführerin und stellvertretende Vorsitzende des Festausschusses.

Im Festausschuss rücken Stephan Rohling und Joachim Schilling für Markus sowie Sascha Reitemeyer nach. Im Amt bestätigt wurden Roberto Balderi, Klaus Gerdes, Paul Lohmann und Rainer Zurheiden.

Im Offizierskorps wurden Sebastian Sandfort (Hauptfeldwebel), Maik Kloster (2. Adjutant), Manfred Breul (Oberfähnrich) und die Fahnenoffiziere Erhard Fulge und Julian Klostermann einmütig in ihren Ämtern bestätigt.

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