Der Vorleseclub sucht neue Vorleser und präsentiert die Pläne für das laufende Jahr
„Ein wunderbares Kompliment“

Münster-Hiltrup -

Auf den reichhaltigen Erfahrungsschatz von 175 Lesungen blickt der Hiltruper Vorleseclub mittlerweile zurück. Die Erfolgsgeschichte geht in diesem Jahr weiter. Neue Mitstreiter sind willkommen.

Mittwoch, 26.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 16:46 Uhr
Im Hiltruper Museum trugen Mitglieder des Vorleseclubs im vergangenen Jahr Texte zur Ausstellung „Die 1960er Jahre“ vor.
Im Hiltruper Museum trugen Mitglieder des Vorleseclubs im vergangenen Jahr Texte zur Ausstellung „Die 1960er Jahre“ vor. Foto: Andreas Hasenkamp

Vorlesen kann so einfach sei. Einfach den Mund aufmachen! Natürlich muss man auch trainieren. Es braucht viel Übung und auch Disziplin. Vor allem muss man gegen das eigene Lampenfieber ankämpfen. „Doch es macht Spaß – und das gleich dreifach“, ist der Vorleseclub Hiltrup überzeugt.

Denn bekannte Text vorzubereiten, bedeutet auch immer, neue Inhalte und Akzente zu entdecken. Komplett neue Text seien ohnehin stets eine Entdeckung. Und die Aufmerksamkeit der Zuhörer und Zuhörerinnen sei stets „ein wunderbares Kompliment“.

Warum die Vorrede? Der Vorleseclub Hiltrup zeigt sich offen für neue Mitstreiter. Wer gerne liest und vorliest, sollte sich überlegen, ob sie oder er nicht den nächsten Schritt wagt und vor dem Publikum des Hiltruper Vorleseclubs auftritt.

Das Publikum liebt es abwechslungsreich, lehrt die Erfahrung. Wenn eine Gruppe mehrere kurze Texte von etwa zehn Minuten Dauer vorträgt, dann wird das als spannender und unterhaltsamer empfunden als ein langer Text.

Auf den reichhaltigen Erfahrungsschatz von 175 Lesungen blickt der Hiltruper Vorleseclub mittlerweile zurück, hat Henning Klare ausgerechnet. Und es geht immer noch weiter, wie der druckfrische Flyer belegt, in dem weitere 14 Veranstaltungen bis Ende Februar 2021 aufgelistet sind.

„Als meine Frau und ich 2006 damit begannen, haben wir damit nicht gerechnet“, blickt Günter Rokhämper-Hegel zurück. Gemeinsam mit der verstorbenen Gerda Hegel, einer Lehrerin, hatte der Sprecherzieher damals ein Vorlese-Seminar angeboten. Aus dem Kreis der Teilnehmer erwuchs der Wunsch, das Erlernte auch anzuwenden und zu zeigen – am liebsten in öffentlichen Lesungen.

Regelmäßig liest der Vorleseclub in der Kaffeehaus-Atmosphäre des Cafés Klostermann an der Marktallee. Berufstätige Literaturfreunde bedauerten schon frühzeitig, dass sie zu dieser Uhrzeit sich nicht freinehmen können. So kamen Abendlesungen an verschiedenen Orten vornehmlich in Hiltrup hinzu.

Im Laufe der Jahre las der Vorleseclub wiederholt im Museum, im Kulturbahnhof, in der Buchhandlung oder auch bei Blumen Dahlmann. In diesem Jahr wird es wiederum externe Lesungen geben. Sogar Lesungen unter freiem Himmel sind dabei, denn die große Ausstellung „Alltagsmenschen“, die ab Ende März für drei Monate in Hiltrups Straßen zu sehen ist, möchten die Vorleser ebenfalls mit literarischen Texten begleiten. Termine stehen noch nicht fest.

Die erste Lesung des neuen Programms führt am Samstag (29. Februar) in die St.-Clemens-Kirche. In der leergeräumten Pfarrkirche wollen die Mitglieder des Vorleseclubs passende Texte vortragen. Zum 100-jährigen Bestehen des Gotteshauses im Jahr 2013 hatten sie sich an dem Festprogramm beteiligt. Jetzt eröffnen sie den Reigen der Veranstaltungen „14 Tage Kulturkirche. Open space – open mint.“ Die Lesung mit dem Titel „Zur Kirche!“ beginnt am Samstag um 19.30 Uhr im Chorraum.

Programmflyer sind im Infopunkt, in der Stadtteilbücherei St. Clemens, in der Hiltruper Buchhandlung und an anderen Orten erhältlich. Der Flyer enthält Telefonnummer und E-Mail-Adressen, die von Interessenten gerne genutzt werden können, um mit dem Vorleseclub in Kontakt zu treten.

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