Wegen Coronavirus
Outlaw-Kita bis 17. März geschlossen

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Die Outlaw-Kita an der Marie-Curie-Straße in Hiltrup-West wirkt wie ausgestorben, nachdem dort der erste Fall einer Corona-Infektion festgestellt wurde. Alle Veranstaltungen, die ansonsten in Hiltrup geplant sind, sollen stattfinden.

Freitag, 06.03.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 07:26 Uhr
Die Outlaw-Kita an der Marie-Curie-Straße wirkt am Freitag wie ausgestorben. Am Donnerstag war dort der erste Fall einer Corona-Infektion im Stadtteil festgestellt worden
Die Outlaw-Kita an der Marie-Curie-Straße wirkt am Freitag wie ausgestorben. Am Donnerstag war dort der erste Fall einer Corona-Infektion im Stadtteil festgestellt worden Foto: gro

Die Outlaw-Kita an der Marie-Curie-Straße in Hiltrup-West wirkt wie ausgestorben. Am Donnerstag war der erste Fall einer Corona-Infektion im Stadtteil festgestellt wurden. Ein Mädchen wurde vorsorglich in Quarantäne genommen.

Die Einrichtung, so informiert ein Blatt Papier an der Eingangstür, bleibe bis zum 17. März geschlossen. Als Schutzmaßnahme gegen den Coronavirus (SAR-CoV-2). Die vor zwei Jahren offiziell in Betrieb genommene Kita verfügt über fünf Gruppen. Für viele Familien und Erziehungsberechtigte stellt sich nun die Frage, wie eine Betreuung der Kleinen zu organisieren ist.

Ein paar Meter entfernt laufen unterdessen die Bauarbeiten an den Einfamilienhäusern weiter. Bei der Anlieferung der Betonelemente müssen die Monteure nicht so viel Rücksicht auf die parkenden Autos nehmen, die üblicherweise werktags den Straßenraum unmittelbar vor der Einmündung zur Marie-Curie-Straße im Kurvenbereich der Langestraße verengen.

Absagen in Amelsbüren

„Ich war überrascht, dass der Gewerbe- und Handwerkerverein Amelsbüren die Veranstaltung mit Horst Schroth abgesagt hat“, erklärt der Leiter der Bezirksverwaltung, Dieter Tüns. Denn an der Sachlage habe sich, wie der Krisenstab festgestellt habe, nichts geändert. Andere äußern Verständnis für die Amelsbürener. Schließlich wurden am Donnerstag im benachbarten Senden zwölf weitere Virus-Infektionen bestätigt.

Auch der Künstler Horst Schroth habe sehr verständnisvoll reagiert, erzählt Franz Wiesmann, in dessen Autohaus die Veranstaltung stattfinden sollte. Schroth habe gesagt, erst komme gerne im Mai oder erst im kommenden Jahr wieder. Der Gewerbeverein hat für April zunächst noch seine große Gewerbeschau vor Augen.

Anfragen, ob die geplanten Veranstaltungen am Wochenende stattfinden, erlebt auch Magdalene Faber in der Stadtteilbücherei. Die Bücherei ist die Vorverkaufsstelle unter anderem für Veranstaltungen im Kulturbahnhof. Außerdem tritt die Einrichtung am Samstagvormittag selbst als Veranstalter auf. Die Kinder sind zu einer Lesung mit dem beliebten Lesedrachen in die leergeräumte St.-Clemens-Kirche eingeladen.

Alle Veranstaltungen sollen wie geplant stattfinden, erklärt Magdalene Faber. Zwei – aus Furcht vor Corona – zurückgegebene Karten für den Joe Cocker-Abend am Freitag im Kulturbahnhof hat sie im Handumdrehen weitervermitteln können. Bei einer längst ausverkauften Veranstaltung sei das kein Problem gewesen.

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