Coronavirus: Apotheken wollen ihr Personal schützen
Bedienung hinter Plexiglasscheiben

Münster-Hiltrup -

„Corona hat uns alle fest im Griff. Natürlich auch unseren Alltag in der Apotheke“, erzählt Dr. Martina Henrichsmann von der Clemens-Apotheke. Sie hat zügig gehandelt, um bereits jetzt gerüstet zu sein, wenn der Ausnahmezustand wirklich da ist.

Dienstag, 17.03.2020, 21:01 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 21:20 Uhr
Apothekerin Tanja Bußkamp bedient in der Clemens-Apotheke seit Dienstag nur noch hinter einer Plexiglasscheibe.
Apothekerin Tanja Bußkamp bedient in der Clemens-Apotheke seit Dienstag nur noch hinter einer Plexiglasscheibe. Foto: gro

Geschäfte werden schließen, Apotheken müssen geöffnet bleiben. In Krisenzeiten ist es wichtiger denn je, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln funktioniert. Doch welche Maßnahmen können Apotheker ergreifen, um sich selbst und ihr Team zu schützen?

„Corona hat uns alle fest im Griff. Natürlich auch unseren Alltag in der Apotheke“, erzählt Dr. Martina Henrichsmann von der Clemens-Apotheke. Sie hat zügig gehandelt, um bereits jetzt gerüstet zu sein, wenn der Ausnahmezustand wirklich da ist.

In der Apotheke hat sich seit Dienstag einiges geändert: Hinweisschilder fordern dazu auf, Abstand zu halten. Kreuze auf dem Boden dienen der Orientierung. Um die Hände zu desinfizieren, wurde ein Spender aufgestellt. Am augenfälligsten sind die Plexiglaswände, die auf den Verkaufstischen aufgestellt sind. Sie schützen davor, angehustet oder angeniest zu werden.

Aus Italien sind mahnende Worte an die Apotheker in Deutschland gerichtet worden. Zwei Apotheker aus Brixen und Lana in Südtirol haben viel improvisiert und genau darüber Buch geführt. Entstanden ist ein kleiner Leitfaden für Apotheker. „Wir können euch nur empfehlen, jetzt schon alles vorzubereiten, denn es kommt hart“, lautete der Appell von Stephan und Florian Peer.

„Es ist schon allerhand, was eine Apotheke in dieser Krise alles unternehmen muss“, sagt Apothekerin Henrichsmann, deren Apotheke zu den ersten in Hiltrup gehört, in denen eine Plexiglaswand zum Schutz der Mitarbeiter aufgestellt wurde. Mit potenziellen Virusträgern haben die Apotheke praktisch täglich zu tun. Die Plexiglaswände weisen lediglich kleine Öffnungen von etwa 30 Zentimeter Breite und 15 Zentimeter Höhe auf – gerade genug, um Medikamente und Geld durchzureichen.

Patienten jedoch, die unter Grippesymptomen leiden, sollten schon jetzt nicht mehr in die Apotheke hin­eingehen. Wer Fieber oder Husten hat, meldet sich telefonisch an. Die Medizin wird dann vor die Tür gebracht.

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