Schwester Bernarda feiert ihr Goldjubiläum als Missionsschwester – und erhält Besuch aus Hiltrup
Herzensgute Erfahrungen und schöne Erlebnisse

Münster-HILTRUP -

2020 feiert Sr. Bernarda mit drei indischen Mitschwestern, die zusammen nach Deutschland gekommen waren, das 50-jährige Ordensjubiläum. Ein Hiltruper Ehepaar besuchte sie in Indien - anlässlich der eigenen Goldenen Hochzeit.

Sonntag, 22.03.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 23.03.2020, 17:41 Uhr
Gratulation aus Hiltrup: Petra Wagner (l.), Karl-Heinz Wagner (2.v.l.), Irmgard Schwarte (r.) und Brigitte Grezschik (4.v.r.) besuchten Sr. Bernarda Pouly Thattil (3.v.l.) in Indien..
Gratulation aus Hiltrup: Petra Wagner (l.), Karl-Heinz Wagner (2.v.l.), Irmgard Schwarte (r.) und Brigitte Grezschik (4.v.r.) besuchten Sr. Bernarda Pouly Thattil (3.v.l.) in Indien.. Foto: privat

Die indische Ordensschwester Schwester Bernarda Pouly Thattil kam mit einigen anderen jungen Frauen aus Indien im Herbst 1966 nach Deutschland. Im April 1967 trat sie in die Ordensgemeinschaft der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu ein und legte im Februar 1970 ihre Gelübde ab. Und sie blieb ihrem einmal eingeschlagenen Weg treu.

2020 feiert Sr. Bernarda mit drei indischen Mitschwestern, die zusammen nach Deutschland gekommen waren, das 50-jährige Ordensjubiläum. Vor kurzem lernte das Ehepaar Petra und Karl-Heinz Wagner bei einem Yoga-Kursus Sr. Bernarda kennen. „Wir kamen locker ins Gespräch und schlugen vor, Sr. Bernarda in Indien zu besuchen“, sagt Karl-Heinz Wagner (76) im Gespräch mit dieser Zeitung, „als Ziel unserer Reise zur Goldhochzeit“.

Gesagt, getan. 24 Stunden dauerte alleine der Hinweg. In der indischen Elf-Millionen-Stadt Bangalore genoss das Ehepaar Wagner zusammen mit Irmgard Schwarte (auch aus Hiltrup) und Brigitte Grezschik (aus Schapdetten) im Klosterkonvent zehn Tage „einer ganz besonderen Gastfreundschaft“ inklusive der festlichen Ordensfeier.

Danach lud sie Schwester Bernarda noch vier Tage zu ihrer Familie ein. In Bangalore führte Sr. Bernarda durch jenen Kindergarten, den die in Hamm ausgebildete Kindergärtnerin im indischen Kloster mitaufgebaut hatte. 33 Jahre war sie dort beschäftigt. Ihr Ziel, benachteiligte Kinder, vor allem aus den Slums, die Möglichkeit zu bieten, im Kindergarten so fit zu werden, das sie danach eine Schule besuchen können, ging auf.

Nicht zuletzt durch ihr herzliches Engagement schuf Sr. Bernarda mit den Schwestern Alice, Viola und Sandra mit der Kita einen Ort, der die Bildungs-Chancen für jene indischen Kinder erhöht, die aus einem schwierigen Lebensumfeld stammen. 1991 bis 1993 arbeitete Schwester Bernarda in einem Kindergarten im Kreis Aachen, um die neuesten Entwicklungen im Kindergartenwesen kennen zu lernen.

Das Ehepaar Petra und Karl-Heinz Wagner ist voll des Dankes für „diese unglaublichen herzensguten Erfahrungen“ und beeindruckenden Indien-Erlebnissen zwischen Hindu-Fest, frei laufenden Elefanten und Teeplantagen. „Beeindruckend ist auch, wie gläubig dort die Katholiken sind“, sagt Karl-Heinz Wagner. „An jedem Sonntag gibt es zehn Gottesdienste, der erste fängt um 5.30 Uhr an.“ Die Mitreisende Irmgard Schwarte ergänzt: „Alle Gottesdienste sind voll. Wir hatten unsere Zimmer genau gegenüber der Kirche und das gut mitbekommen.“

Seit 2009 lebt die 73-jährige Sr. Bernarda wieder ganz in Hiltrup und ist in der Pforten-Arbeit und Gästebewirtung eingesetzt. Die ursprüngliche Plan lautete, am 10. Mai im Hiltruper Mutterhaus das Goldjubiläum von Sr. Bernarda zu feiern.

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