Absage der Olympischen Spiele trifft Weltenbummler Helmuth Buller
1964 – 1972 – 2020: Es sollte die dritte Japan-Reise sein

Münster-Hiltrup -

Nach der Absage der Olympischen Spiele in Tokio hat auch Helmuth Buller seinen Japanreise storniert. Es wäre ein ganz besondere Reise geworden.

Mittwoch, 25.03.2020, 16:08 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 16:34 Uhr
Helmuth Buller.
Helmuth Buller. Foto: gro

Helmuth Buller benötigt nur ein einziges Wort, um die Absage der Olympischen Spiele zu kommentieren: „Überfällig“. Und er fügt hinzu, dass IOC-Präsident Thomas Bach ein sehr schwaches Bild abgegeben habe. So viel dazu.

Für Helmuth Buller hat die Absage allerdings handfeste Folgen. Seine geplante Japan-Reise hat er kurzerhand ebenfalls storniert. Für den mittlerweile 80-Jährigen wäre es die dritte Reise seines Lebens in das Land der aufgehenden Sonne gewesen.

1964 fing alles an mit der sogenannten Jahrhundertreise: 13 Monate mit einem VW Bulli war er gemeinsam mit Erich Dietz auf Weltreise mit Zwischenstopp bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio. Auf dem Rückweg besuchten sie damals übrigens den US-Weltraumhelden John Glenn. Als 1972 die olympischen Winterspielen in Sapporo stattfanden, startete Weltenbummler Buller zu seiner zweiten Japanreise. Er nutzte die Transsibirische Eisenbahn.

Dieses Mal wollte Helmuth Buller gemeinsam mit seinem Sohn einen Flieger nehmen. Alles war gebucht gewesen – und wurde mittlerweile storniert. Sogar Tickets für den Dressur-Wettbewerb mit Münsters Vorzeigereiterin Ingrid Klimke hatten sie in der Tasche.

Corona macht einen dicken Strich durch die Rechnung. Böse ist Buller deshalb nicht. „Jetzt ist etwas ganz anderes wichtig“, betont er.

Seinen Japan-Sprachkurs wolle er fortführen, sobald die Corona-Pause beendet ist. Vielleicht heißt es für ihn im Sommer 2021: „Sayōnara Tōkyō“.

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