Stadtteiloffensive plant historischen Rundgang mit fest installierten Schildern
Geschichte für Entdecker

Münster-Hiltrup -

Hiltrups Geschichte reicht weit zurück: Viele Orte und Gebäude besitzen eine jahrzehnte-, oder gar jahrhundertelange Historie. Diese Geschichte will die Stadtteiloffensive mit dem Projekt „Historischer Rundgang Hiltrup“ nun verstärkt ins öffentliche Bewusstsein holen.

Mittwoch, 15.04.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 18:42 Uhr
Markus Schmitz (l.) und Simon Kerkhoff wollen für mehr Geschichtsbewusstsein im Stadtteil sorgen. Dafür sind Schilder an geschichtsträchtigen Orten und ein begleitender Online-Auftritt geplant. Einen ersten Prototypen für das Schild gibt es bereits.
Markus Schmitz (l.) und Simon Kerkhoff wollen für mehr Geschichtsbewusstsein im Stadtteil sorgen. Dafür sind Schilder an geschichtsträchtigen Orten und ein begleitender Online-Auftritt geplant. Einen ersten Prototypen für das Schild gibt es bereits. Foto: pd

In mehreren Projektphasen sollen an geschichtsträchtigen Stellen im gesamten Stadtteil fest installierte Schilder entstehen, die nach und nach zu einem großen Rundgang verbunden werden. „Auf den Schildern werden historische Aufnahmen des jeweiligen Ortes und kurze Info-Texte Platz finden“, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. Außerdem soll das Projekt digital begleitet werden: „Über einen QR-Code werden die Nutzer zu einer Bildergalerie im Internet gelangen. Dazu wollen wir eine interaktive Karte des Stadtteils gestalten, auf denen die verschiedenen Schilder eingetragen sind“, erklärt Markus Schmitz , einer der beiden Projektleiter.

Den Anstoß zu dem Projekt gab im vergangenen Jahr Simon Kerkhoff , als er seine Idee dem Vorstand der Stadtteiloffensive vorstellte. „Uns hat die Idee sofort gefallen und wir denken, das Projekt könnte nicht nur zu einem größeren Geschichtsbewusstsein, sondern auch zu einer gesteigerten Identifikation mit dem Stadtteil führen. Außerdem freut mich sehr, dass sich zwei junge Leute als Projektleiter für den Stadtteil einsetzen“, sagt Jan Kaven, der Vorsitzende des Vereins.

Auf die Idee gekommen sei Kerkhoff, als er ein altes Hiltruper Bilderbuch durchstöberte. Dort fand er einiges, was wohl nicht nur ihm noch nicht bewusst war: Ein Bild der Prinzbrücke zeigt etwa, dass diese nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört im Wasser lag. Spannend sei außerdem die Entwicklung der heutigen Marktallee. Alte Luftbilder zeigen, was für einen bäuerlichen Charakter das heutige Geschäftszen­trum noch vor einigen Jahrzehnten besaß: „Durch diese Bilder wurde mir klar, wie enorm sich Hiltrup in recht kurzer Zeit verändert hat, und wie viel passiert ist, von dem heute kaum noch jemand etwas weiß. Besonders jüngere Leute und Zugezogene werden bei vielen Bildern staunen“, meint Kerkhoff.

Dass ausreichend Bildmaterial für das Projekt vorhanden ist, habe spätestens nach einem Treffen mit Rita und Hans Muschinski vom Hiltruper Museumsvereins festgestanden. Beide hätten ihre volle Unterstützung für das Projekt zugesagt.

Einige Standorte seien bereits in Planung. „Für die Genehmigungsverfahren sagte Dieter Tüns, der Leiter der Bezirksverwaltung Hiltrup, seine Unterstützung zu“, so die Pressemitteilung. Gesucht werden nun Mitglieder für ein Projektteam, die sich an der inhaltlichen Ausgestaltung beteiligen wollen.

Ein erstes Treffen wird nach der Corona-Krise stattfinden, Interessierte können sich aber schon jetzt per Mail an die Projektleiter wenden, E-Mail simon.kerkhoff@stadtteiloffensive.de

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