Wirtschaftsverbund Hiltrup trifft angesichts der Corona-Schutzmaßnahmen die Entscheidung
Frühlingsfest wird abgesagt

Münster-Hiltrup -

Viele hatten es bereits erwartet, trotzdem schmerzt die Gewissheit: Das Frühlingsfest wird abgesagt.

Donnerstag, 16.04.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 18:42 Uhr
Im vergangenen Jahr lockte das Hiltruper Frühlingsfest zahlreiche Besucher und Besucherinnen auf die Marktallee.
Im vergangenen Jahr lockte das Hiltruper Frühlingsfest zahlreiche Besucher und Besucherinnen auf die Marktallee. Foto: ske

Viele hatten es bereits erwartet, trotzdem schmerzt die Gewissheit: „Wir werden das Frühlingsfest in diesem Jahr absagen müssen“, erklärt Joachim Schilling , der beim Wirtschaftsverbund Hiltrup für die Organisation des beliebten Events zuständig ist, auf Anfrage unserer Zeitung. Er habe sich mit dem Sprecher des Wirtschaftsverbunds, Oliver Ahlers , und dem Vorstand abgestimmt und die Entscheidung getroffen, die man sehr bedaure, so Schilling. Aber die Gesundheit gehe selbstverständlich vor.

Eigentlich sollte das Frühlingsfest am 16. und 17. Mai stattfinden. Den letzten Ausschlag für die Absage gab die Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen durch die Bundesregierung am Mittwoch (16. April). Darin ist unter anderem festgelegt, dass Großveranstaltungen sogar bis zum 31. August untersagt bleiben. „Wobei unklar bleibt, was genau unter den Begriff Großveranstaltung fällt“, so Schilling. Aber da alle Veranstaltungen eine gewisse Vorlaufzeit benötigten, habe man sich für eine klare Linie entschieden. Standvergabe, Stromanschlüsse, Bevorratung, all diese Dinge müsse man planen.

„Wir werden nun alle Aussteller informieren, die eigentlich am Frühlingsfest teilnehmen wollten“, so Schilling.

Etwa 80 bis 90 Geschäfte, Imbiss- und Getränkestände sowie Musiker und Kunsthandwerker hatten sich bereits darauf eingestellt, Hiltrupern und Gästen wieder ein breitgefächertes gewerbliches und kulturelles Angebot zu unterbreiten.

Ob Bratwurst und Pommes, neueste Automodelle, musikalische Darbietungen oder farbige Aquarelle – wie bereits in den vergangenen Jahren sollte sich die Marktallee wieder in einen bunten Markt der Möglichkeiten verwandeln. Die Angebote waren so ausgerichtet, dass sie die ganze Familie ansprachen. Wie immer wurden entsprechend hohe Besucherzahlen erwartet.

Ein Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung sollte der verkaufsoffene Sonntag am 17. Mai sein. Viele Geschäftsleute hatten sich bereits besondere Überraschungen für ihre Kunden ausgedacht. Sie trifft die Absage besonders hart. „Das ist sehr sehr schade“, so Schilling. Die Gewerbetreibenden seien ohnehin durch die Maßnahmen angesichts des Corona-Virus‘ stark gebeutelt. „Aber was sollen wir machen, da müssen wir jetzt durch“, so Schilling.

Der Cheforganisator hofft nun darauf, dass das Hiltruper Weinfest eventuell stattfinden kann, das für den 21. und 22. August geplant ist (siehe Infokasten). Ansonsten versucht er, seinen Humor zu behalten.

Einen Wunsch habe er für den geplatzten Termin, so Schilling: „Hoffentlich regnet es am 16. und 17. Mai in Strömen.“

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