BASF-Mitarbeiter engagiert sich in der Corona-Krise und stellt Rahmen für Gesichtsschilde her
Ingo Ulbrich ist „ein Macher“

Münster-Hiltrup -

BASF-Mitarbeiter engagiert sich in der Corona-Krise

Montag, 20.04.2020, 17:33 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 17:50 Uhr
„Die 3D-Technologie und ihre Möglichkeiten haben mich schon immer begeistert“, erklärt Ingo Ulbrich. Mit Hilfe seiner Drucker stellt er Rahmen für Gesichtsschilde her.
„Die 3D-Technologie und ihre Möglichkeiten haben mich schon immer begeistert“, erklärt Ingo Ulbrich. Mit Hilfe seiner Drucker stellt er Rahmen für Gesichtsschilde her. Foto: Privat

Die bundesweite Initiative „Makers vs. Virus“ (Macher gegen das Virus) zeichnet sich durch das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder aus. In Corona-Zeiten werden Menschen, die dringend Ausrüstung oder Ersatzteile brauchen mit „Makern“ zusammengebracht, die diese produzieren können. Jeder „Maker“ ist an einen regionalen Knotenpunkt, ein sogenanntes „HUB“, angeschlossen, über das die in Eigenregie produzierten Teile verteilt werden. Einer dieser Macher ist Ingo Ulbrich , der bei BASF Coatings in Münster für das Global Technical Upstream Management verantwortlich ist.

Außer ihm engagieren sich weitere BASF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort für „Makers vs. Virus“. Ulbrich, der schon seit mehreren Jahren zu Hause fünf 3D-Drucker hat, entschied sich sofort zum Mitmachen, als er von dem Netzwerk hörte. Inzwischen ist er Mitglied im Orga-Team der Initiative mit dem Schwerpunkt Beschaffung im HUB Münsterland.

Seit drei Wochen steht sein privater Drucker, mit dem er Rahmen für Gesichtsschilde produziert, nicht mehr still. Die Abgabe ist kostenlos. Anfangs erfolgte die Produktion mit privatem Material – jetzt wird das HUB Münsterland mit Material von den Heidelberger Kollegen der BASF 3D Printing Solutions GmbH unterstützt. Auf Geldspenden wird verzichtet.

Als Ulbrichs Arbeitgeber BASF Coatings von dem Engagement hörte, beschloss das Projektteam von „Helping Hands and Minds“, das die Koordination von Hilfsmaßnahmen während der Coronakrise koordiniert, sein ehrenamtliches Engagement zu unterstützen. BASF stellte ihm am Standort Münster eine Fläche zur Lagerung und Kommissionierung des Zubehörs für den Gesichtsschutz zur Verfügung. Die „Maker“ schicken ihre Druckteile zu BASF oder geben Sie dort ab. Vom BASF Standort in Münster erfolgt die Verteilung für das Münsterland.

„Die 3D-Technologie und ihre Möglichkeiten haben mich schon immer begeistert. Deshalb habe ich mir nach und nach mehrere 3D-Drucker gekauft. Wenn ich jetzt damit noch etwas Gutes tun kann, macht sich das Investment in jeder Hinsicht bezahlt“, erläutert Ulbrich. Inzwischen haben rund 100 Mitglieder von „Makers vs. Virus“ im Münsterland in drei Wochen rund 400 Rahmen für Gesichtsschilde gedruckt. Die Beschaffung der benötigten Materialien wie Folien und Gummibänder sei die größte Herausforderung gewesen, so Ulbrich.

Einrichtungen können ihren Bedarf unter Angabe der vollständigen Adresse, eines Ansprechpartners sowie der Art der Einrichtung bei bedarf@mvv-ms.de anmelden. Maker melden sich unter http://makervsvirus.org oder per E-Mail unter: info@mvv-ms.de an.

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