Pater wurden vor 60 und 70 Jahren zum Priester geweiht
Zwei ganz besondere Jubiläen

Münster-Hiltrup -

Pater Karl Heinz Hoppe und Pater Bernhard Hagedorn von den Herz-Jesu-Missionaren

Montag, 20.04.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 22.04.2020, 18:22 Uhr
Pater Karl Heinz Hoppe ist seit 70 Jahren Priester.
Pater Karl Heinz Hoppe ist seit 70 Jahren Priester. Foto: Privat

Pater Karl Heinz Hoppe kann ein seltenes Jubiläum begehen: Er ist seit 70 Jahren Priester. Pater Bernhard Hagedorn wurde vor 60 Jahren zum Priester geweiht.

„Hoppes Biografie ist geprägt durch Nazizeit und Krieg“, schreibt Pater Hans Pittruff von den Herz-Jesu-Missionaren über den Jubilar. Hoppe wurde 1921 in Wesel geboren. Nach dem Abitur ging er ins Noviziat der Herz-Jesu Missionare, von wo er in den Arbeitsdienst und als Soldat abkommandiert wurde. Beim Einsatz seiner Truppe in Ostpreußen wurde sein Panzer gesprengt und Hoppe verwundet. Am Ende des Krieges folgten Rückmarsch nach Osten und drei Monate russische Gefangenschaft.

1946 legte Hoppe die Gelübde ab, studierte Theologie und empfing durch den Missionsbischof Leo Scharmach am 30. April 1950 in Hiltrup die Priesterweihe. Nach einigen Jahren in der Gemeinde in Oberhausen durfte er 1954 in die Südseemission reisen und wurde Pfarrer der Gemeinde Ulamona .

Von 1966 bis 1973 leitete Hoppe die Katechetenschule Peter To Rot. 1973 übernahm er die Pfarrei Turuk, dann baute er die Gemeinde Bialla auf. 1985 bis 1994 war er wieder Pfarrer der Gemeinde Ulamona, dort kümmert er sich mit den Mitbrüdern besonders um die Arbeiter der Sägemühle. Nach einem Unfall und der Reha kehrte er noch einmal nach Vunapope zurück und wirkte als Krankenhausseelsorger. Nach über 50 Jahren Missionsarbeit fiel der Abschied natürlich schwer.

Als Senior der Hiltruper Gemeinschaft beeindruckt er die Mitbrüder durch seine Zufriedenheit, das Ertragen der Altersbeschwerden und das Bemühen, alles was geht, selbstständig zu tun. Mit dem Rollator macht er täglich Spaziergänge.

Pater Bernhard Hagedorn wurde am 12. Dezember 1930 in Ahlen geboren und schloss sich später den Herz-Jesu Missionaren an. Er legte am 13. Mai 1955 die Gelübde ab. Nach dem Theologiestudium in Oeventrop empfing er am 25. April 1960 die Priesterweihe.

1961 bis 1969 wirkte Hagedorn als Seelsorger im Saarland: Er war Kaplan in Homburg und Verwalter des neu eröffneten Internates Johanneum. Fünf Jahre lang war er Kurat der Gemeinde St. Franziskus in St Ingbert. Ab 1969 war Pater Hagedorn in verschiedenen Gemeinden des Bistums Münster tätig: als Krankenhauspfarrer am St.-Franziskus-Hospital, neun Jahre als Pfarrer in Sassenberg-Füchtorf, neun Jahre als Pfarrverwalter in Kleve-Warbeyen. Von 1992 bis 2014 verwaltete er das Missionshaus Oeventrop.

Seelsorglich betreute er fünf Jahre als Pfarrvikar die Gemeinde Eslohe-Niedersalwey. Die letzte Station des aktiven Dienstes bildete das St. Antoniusheim in Issum-Sevelen, wo er sich acht Jahre als Altenseelsorger einsetzte.

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