Coronavirus
Schülerin des KvG-Gymnasiums präventiv in Quarantäne

Münster -

Seit einer Woche werden angehende Abiturienten und Abschlussschüler wieder unterrichtet. Jetzt gibt es am Kardinal-von-Galen-Gymnasium einen Corona-Verdacht: Eine Schülerin befindet sich ab sofort in Quarantäne.

Mittwoch, 29.04.2020, 14:24 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 14:33 Uhr
Coronavirus: Schülerin des KvG-Gymnasiums präventiv in Quarantäne
Eine Schülerin des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums muss präventiv in Quarantäne. Foto: dpa (Symbolbild)

An einem abiturvorbereitenden Kurs im Hiltruper Kardinal-von-Galen-Gymnasium (KvG), einer privaten bischöflichen Schule mit dem Bistum als Träger, hat eine Schülerin teilgenommen, die in Kontakt zu einer möglicherweise noch Corona-infizierten Person steht. Das Gesundheitsamt hat am Dienstagnachmittag laut einer Mitteilung der Stadt durch die Anfrage seitens der KvG-Leitung davon erfahren.

"Die Notwendigkeit einer Unterbrechung des Schulbetriebs ist nach gegenwärtiger Kenntnislage aus der Sicht der unteren Gesundheitsbehörde nicht gegeben", heißt es dazu von Dr. Norbert Schulze Kalthoff, dem Leiter des Gesundheitsamts.

Schülerin ab sofort in Quarantäne

Denn innerhalb der Schule sind seit Wiederöffnung in der vergangenen Woche stringente Hygieneschutzmaßnahmen durchgeführt worden – die entsprechenden Abstandsregelungen und die Nutzung von Mund-Nasen-Bedeckungen wurden demnach eingehalten. Die betroffene Schülerin befindet sich dennoch ab sofort in Quarantäne.

Um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen, hat das Gesundheitsamt dem betroffenen Personenkreis aus Schülerschaft und Kollegium eine Coronavirus-Testung angeboten. Diese wurde am Mittwochmorgen vorgenommen – auch, "um die verständlicherweise bestehende Sorge und Unsicherheit zu reduzieren", so Schulze Kalthoff. Die Ergebnisse liegen zeitnah vor. Das Bistum hat alle Eltern bereits über den Sachverhalt informiert, Schüler erhalten im KvG-Sekretariat kostenfrei Einmalmasken.

Diese Regeln gelten im Schulbetrieb

Die bisher bekannten Regeln zum Infektionsschutz gelten indes auch für den Schulbetrieb. Sprich: Regelmäßiges Händewaschen, in Armbeuge niesen und husten, geschlossene Räume regelmäßig lüften – und vor allem die Einhaltung des Abstands von mindestens 1,50 Metern.

Die neuen Corona-Vorschriften für NRW

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  • KITA UND SCHULE: Grundsätzlich müssen alle öffentlichen Schulen, Kitas und Kindertagespflegestellen zunächst bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Eine Ausnahme gilt ab Donnerstag an den weiterführenden Schulen für Prüflinge. Darüber hinaus gibt es an Schulen - in der Regel für die Klassen 1 bis 6 - und an Kitas Notbetreuungen für Kinder von Eltern, die in gesellschaftlich unverzichtbaren Berufen arbeiten und keine andere private Betreuungsmöglichkeit haben.

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  • NOTBETREUUNG: Bislang zählten bereits Berufstätige aus zehn Sektoren zum Kreis der Berechtigten, die zentrale Bereiche wie etwa das Gesundheitswesen, die Energie-, Wasser- und Lebensmittelversorgung oder die öffentliche Verwaltung aufrecht erhalten. Jetzt wurde der Kreis auf 29 weit gefasste Sparten ausgedehnt und detailreich erläutert. Ausdrücklich aufgeführt werden nun unter anderem Mitarbeiter von Tankstellen, Lebensmittelhandel, Drogerien und Hausmeister. Auch Hersteller von Hygiene-, Desinfektionsprodukten und Seifen sind systemrelevant, Müllentsorger und Erntehelfer ebenso wie Banker und Notare.

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  • AUSZUBILDENDE: Neu in der Liste sind auch «Personen, die zur Stärkung im Gesundheitswesen und im Pflegebereich aktiviert oder reaktiviert werden», darunter auch Auszubildende für medizinisch-technische oder bio-technische Assistenzstellen ebenso wie Studierende der Biologie, Biochemie, Biophysik, Veterinärmedizin und der Chemie ab dem Bachelor.

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  • REISERÜCKKEHRER: Die 14-tägige häusliche Quarantänepflicht für Reisende, die aus dem Ausland nach Deutschland heimkehren, gilt weiter. Ausnahmen gelten für Pendler und verschiedene Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Piloten oder medizinisches Personal. Auch für diese Ausnahmegruppen hat NRW nun aber verfügt, dass sie innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr grundsätzlich keine Krankenhäuser, Pflege-, Reha- und ähnliche Einrichtungen betreten dürfen. Ausnahmen gelten für medizinisches Personal.

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  • FAHRSCHULEN: Fahrschulen dürfen ihre Dienste unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen und Mindestabständen weiter anbieten. Beim praktischen Fahrschulunterricht kann und muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen nicht eingehalten werden.

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  • SPORT: Untersagt bleibt laut Verordnung «jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen». Geschlossen bleiben müssen unter anderem Spiel- und Bolzplätze, Schwimmbäder und Fitnessstudios.

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  • SONNTAGSÖFFNUNG: «Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Geschäfte des Großhandels dürfen über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen», heißt es in der Schutzverordnung. «Dies gilt nicht für den 1. Mai.» Apotheken dürfen an Sonn- und Feiertagen generell öffnen.

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  • GASTRONOMIE: Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen, Kneipen, (Eis-)Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen bleibt zunächst untersagt. Sie dürfen aber mit Speisen und Getränken beliefern, falls Hygienevorschriften und Mindestabstände eingehalten und Warteschlangen vermieden werden können. Der Verzehr von Lebensmitteln ist untersagt in einem Umkreis von 50 Metern um gastronomische Einrichtungen sowie Geschäfte oder Kioske, in denen die Ware eingekauft wurde.

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  • GELDBUßEN: Ordnungswidrigkeiten können gemäß Infektionsschutzgesetz mit Geldbußen bis zu 25 000 Euro geahndet werden. Ordnungswidrig handelt demnach, wer vorsätzlich oder fahrlässig etwa unerlaubte Besuche in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen abstattet, Einrichtungen betreibt, die nicht den erforderlichen Standards für Hygiene, Mindestabstände und Zutrittsregelungen entsprechen, touristische Übernachtungen anbietet oder wahrnimmt oder auch «an einem Picknick oder einem Grillen auf einem öffentlichen Platz oder einer öffentlichen Anlage beteiligt ist». Insgesamt listet die Coronaschutzverordnung, die bis zum 3. Mai gilt, 30 Ordnungswidrigkeiten auf.

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  • STRAFEN: Wer «vorsätzlich oder fahrlässig» gegen wesentliche Vorschriften der Coronaschutzverordnung verstößt und eine unzulässige Veranstaltung durchführt oder an solchen Veranstaltungen beziehungsweise Versammlungen teilnimmt, kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bestraft.

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