Ausbau der Schullandschaft in Hiltrup und Amelsbüren
Investitionen in Millionenhöhe

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Die Schulverwaltung hat einen Überblick über den geplanten Ausbau der Schulen erstellt. Stadtweit sollen 200 Millionen Euro investiert werden. Wie ist der Stand bei den Schulen in Hiltrup und Amelsbüren?

Freitag, 01.05.2020, 11:33 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 17:30 Uhr
In zentraler Lage sollen Einrichtungen wie eine Mensa entstehen, die von den Schulen im Schulzentrum gemeinsam genutzt werden.
In zentraler Lage sollen Einrichtungen wie eine Mensa entstehen, die von den Schulen im Schulzentrum gemeinsam genutzt werden. Foto: gro

Die Schulverwaltung hat einen Überblick über den geplanten Ausbau der Schulen erstellt. Stadtweit sollen 200 Millionen Euro investiert werden. Wie ist der Stand bei den Schulen in Hiltrup und Amelsbüren?

  • Am weitesten sind die Vorbereitungen für den Umbau der Paul-Gerhardt- sowie der Clemensschule. Bereits im Jahr 2017 hatte die Politik beschlossen, das kleine Schulzentrum sechszügig auszubauen. Die Paul-Gerhardt-Schule soll vierzügig werden, die Clemensschule zweizügig. Bestehenden Räumlichkeiten sollen dafür umgebaut werden, die ehemalige Johannesschule Hiltrup soll darin einbezogen werden. Der Baubeschluss wird vor der Sommerpause 2020 angestrebt. Die Baumaßnahmen können voraussichtlich zum Sommer 2022 abgeschlossen werden.
  • An der Ludgerusschule ist die Raumknappheit groß. Auf einem stadtweiten Ranking landete die Grundschule in Hiltrup-West daher auf Platz eins. 9,3 Millionen Euro will die Stadt in die Hand nehmen. Der 2014 erfolgte Anbau soll aufgestockt werden. Ein Beschluss für die Auftragsvergabe an ein Architekturbüro ist im zweiten Quartal 2020 vorgesehen, sodass anschließend mit den Planungen begonnen werden kann. Mit einer Fertigstellung der Maßnahme ist bei optimalem Verlauf Ende 2022 zu rechnen. Bereits vorher will die Stadt aktiv werden: 2019 wurde der Beschluss gefasst, schnellstmöglich fünf Fertigbauklassen aufzustellen. Zudem soll bis zum Sommer 2020 die Aula als Speiseraum hergerichtet werden.
  • Der Architektenwettbewerb für den vierzügigen Ausbau der Davertgrundschule in Amelsbüren soll im dritten Quartal 2020 beginnen. Mit der Fertigstellung der Baumaßnahme rechten die Stadt bis zum Jahresende 2013. Es sollen elf Millionen investiert werden. Zugleich wird vom Sportamt ein Beschlussvorschlag für den Neubau einer Dreifachsporthalle auf dem Grundstück der Sportanlage Zum Häpper vorbereitet. Die Halle soll multifunktional genutzt werden können. Dazu bedarf es einer Bebauungsplanänderung.
  • Zur Schulsituation in Hiltrup kündigt die Verwaltung neue Beschlussvorschläge an. Neu ist der Vorschlag, eine Machbarkeitsstudie zum dreizügigen Ausbau der Marienschule Hiltrup zu erstellen. Bislang war ausschließlich von einem Neubau einer Grundschule innerhalb des Baugebietes die Rede gewesen. Die Stadt erhofft sich dadurch mehr Flexibilität, auf die künftigen Bedarfe reagieren zu können. Bislang ist lediglich bekannt, dass voraussichtlich ab 2024/2025 etwa 1000 neue Wohneinheiten nördlich des Osttores entstehen. Der Bedarf an neuen Grundschulplätzen kann erst ermittelt werden, wenn eine über 2030 hinausgehende Modellrechnung zur angenommenen Bevölkerungsentwicklung vorliegt.
  • Für das Schulzentrum mit Kant-Gymnasium, Johannes-Gutenberg-Realschule sowie Hauptschule liegt nun eine neue Machbarkeitsstudie vor. Aufgegriffen wurde die Überlegung, „schul-formübergreifender Bedarfe“ wie etwa eine Mensa in zentraler Lage des Schulzentrums unterzubringen. Dieses Modell basiert auf aktuellen Kostenschätzungen. Bei den alternativen, bereits zwei Jahre alten Varianten müssen die Kosten neu berechnet werden werden. Das soll bis zu den Sommerferien geschehen.
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