Das Klassikland an der Hansestraße soll Mitte Mai langsam anrollen
Eldorado für Oldtimerfreunde

Münster-Hiltrup -

Das erste Kompetenzzentrum für klassische Automobile in Münster steht vor der Fertigstellung. An der Hansestraße in Hiltrup soll in Kürze die erste Oldtimer ankommen. Unsere Zeitung hat sich schon einmal umgesehen.

Dienstag, 05.05.2020, 18:08 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 17:12 Uhr
Der Betrieb von Karosseriebaumeister Ulrich Hermensa, die Firma Blechtrieb, befindet sich ebenfalls im Klassikland.
Der Betrieb von Karosseriebaumeister Ulrich Hermensa, die Firma Blechtrieb, befindet sich ebenfalls im Klassikland. Foto: Grottendieck

W

er auf der Hansestraße unterwegs ist, erkennt schon im Vorbeifahren, dass das Projekt „Klassikland“ in die Zielgeraden eingebogen ist. Größer als andere Gebäude in der Nachbarschaft ist die Halle geworden, die im Laufe der vergangenen zwölf Monate entstanden ist. Eine Halle ausschließlich für schöne Autos mit Stil, Geschichte und Charakter, kurzum: für herrliche Oldtimer.

Rainer Pawlaczyk handelt bereits seit einigen Jahren an der Hansestraße erfolgreich mit klassischen Autos. Er sorgt auch für den Import seltener Fahrzeuge und kümmert sich um die Reparatur. Jetzt steht er vor der Eröffnung des ersten Kompetenzzentrums für klassische Automobile in Münster.

Der Begriff Kompetenzzentrum deutet bereits an, dass sich hier alles, was mit Young- und Oldtimern zu tun hat, an einem Ort versammelt ist. Ob der Kunde einen Straßenklassiker kaufen möchte, seinen Oldtimer in Reparatur gibt oder eine Versicherung oder eine neue Prüfplakette benötigt, er soll immer den richtigen Ansprechpartner finden.

Darüber hinaus wird es ein Café mit dem Namen CAR (steht für „Café and Relax“) geben. Weitere Mieter, wie etwa ein Werbebüro, werden einziehen, was deutlich zeigt, dass es eine ausgesprochen bunte Mischung gibt, die für Leben in dem Gebäude sorgen wird.

Einzelne Räumlichkeiten können für Tagungen und Seminare gebucht werden. 600 Quadratmeter stehen auf einer Empore zur Verfügung, die den unverkäuflichen Museumsfahrzeugen wie dem Ford Modell T, Jahrgang 1926, vorbehalten sein. Dort können auch Vorträge oder Festivitäten stattfinden – „alles, was nach Corona hoffentlich bald wieder möglich ist“, so die Betreiber.

Die Attraktivität und der besondere Charme ergeben es sich aus der modernen Architektur der Halle und den vielen schönen Autos, die es zu kaufen oder einfach nur zu bewundern gibt. „Das verspricht Events mit Hintergrund“, zeigt sich Felix Pawlaczyk überzeugt. „Nicht aufdringlich, sondern eher nebenbei.“

Platz für Kunst und Kommerz gebe es in der Halle, die tagsüber öffentlich zugänglich sein wird. Rainer Pawlaczyk ist sich sicher, dass sie ein großes Plus für Münster darstellt.

Denn Vater und Sohn haben in der Vergangenheit stets ein wenig neidisch nach Düsseldorf, Berlin und selbst nach Bielefeld geschaut, wo es ähnliche Häuser gibt. Jetzt eröffnen die beiden an der Hansestraße 15 Münsters erstes Kompetenzzentrum für klassische Automobile. Übrigens: Hätten sie am Hafen bauen wollen, so erzählen die beiden, hätten sie sich wohl ein paar Jahre gedulden müssen. So blieben sie an der Hansestraße, wo sie binnen kürzester Zeit zwei Flächen erwerben konnten. So gibt es bereits Platz für Erweiterungen.

Mitte Mai sollen die ersten Oldtimer in die Halle rollen, die offizielle Eröffnung ist „für den September oder Oktober“ geplant.

.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7396997?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F138%2F
Nachrichten-Ticker