Neubau der Prinzbrücke
Ende der gegenseitigen Blockade

Münster-Hiltrup -

Ohne weitere Debatten hat der Haupt- und Finanzausschuss der Planungsvariante eins für den Neubau der Prinzbrücke zugestimmt. Was bedeutet das jetzt konkret?

Donnerstag, 14.05.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 15.05.2020, 18:08 Uhr
Die Hiltruper Prinzbrücke
Die Hiltruper Prinzbrücke Foto: rox

Die Stadt Münster hat nun klar und eindeutig erklärt, was sie möchte: Ohne weitere Debatten hat der Haupt- und Finanzausschuss der Planungsvariante eins für den Neubau der Prinzbrücke zugestimmt. Lediglich die SPD und die FDP votierten dagegen.

Was bedeutet das nun konkret? Die Stellungnahme der Stadt Münster geht an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und fließt ein in das Planfeststellungsverfahren. Ein Beschluss dürfte in absehbarer Zeit zu erwarten sein. Denn mit der aktuellen Stellungnahme der Stadt Münster wird nach Einschätzung von CDU-Ratsmitglied eine gegenseitige Blockade verhindert. „Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie die Planungsvariante mit dem Auffahrtsohr nicht mittragen werden.“ Die CDU habe somit die Planungsvariante mit dem Auffahrtsohr aufgegeben, weil es aus ihrer Sicht keine Möglichkeit gebe, diese Planung umzusetzen. Die Grünen hatten diese Variante ohnehin ohnehin abgelehnt, weil sie um den Bestand des Wäldchen zwischen Kanal und Eisenbahnlinie fürchteten.

Wichtig ist der jetzt gefasste Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses unter einem zweiten Aspekt: Die Stadt muss sich an den Mehrkosten für eine breitere neue Brücke kostenmäßig beteiligen. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wünscht sich die Stadt Münster eine Verbreiterung um drei Meter. Dafür muss sie rund die Hälfte der mit fünf Millionen Euro veranschlagten Baukosten tragen. Wie berichtet, hofft die Stadt auf Fördergelder des Landes, so dass sie am Ende 750 000 Euro aus eigenen Mitteln investieren müsste. „Wir gehen als CDU-Fraktion aus, dass es bei der Finanzierung keine Probleme gibt“, sagt Leschniok mit Blick auf die aktuellen Spardebatten in Münster.

Weiter ungeklärt sind allerdings zwei andere Punkte: Niemand weiß, wie das Brückenbauwerk aussehen wird. Auch über die Steigung der Anfahr-Rampen gibt es derzeit nichts Konkretes.

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