Seit Montag ist der Recyclinghof an der Glasuritstraße wieder geöffnet
Der ganz große Ansturm blieb aus

Münster-Hiltrup -

Viele Hiltruper sind froh über die Wiedereröffnung des Wertstoffhofs

Montag, 25.05.2020, 18:12 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 10:48 Uhr
Mario Beutel von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster war am ersten Tag selbst vor Ort, um die Situatin zu beobachten.
Mario Beutel von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster war am ersten Tag selbst vor Ort, um die Situatin zu beobachten. Foto: isa

„Das wurde auch Zeit“, sagt Steffen Israel . Gerade hat der Familienvater damit begonnen, seinen Rasen- und Strauchschnitt aus dem Kofferraum heraus in den entsprechenden Container zu hieven. Am Montag (25. Mai) war der erste Tag, an dem der Hiltruper Recyclinghof an der Glasuritstraße nach der Corona-bedingten Pause wieder seine Tore öffnete. Steffen Israel war einer der ersten, die kurz vor 12 Uhr in der Schlange vor dem Tor standen und hereingelassen wurden. In seinem Garten habe sich eine Menge angesammelt, erklärt er. Er sei sehr froh, dass er das nun loswerden könne.

Wie berichtet, gehörte der Hiltruper Wertstoffhof zu den dreien in Münster, die wegen der Vorschriften in Bezug auf die Corona-Pandemie am längsten geschlossen blieben. Das hatten viele Bürger bedauert, die Entscheidung hing jedoch mit der komplizierten Verkehrssituation zusammen, die keine Rückstauflächen für den wartenden Verkehr bieten.

„Nun haben wir eine Lösung gefunden“, erklärt Mario Beutel . Als Betriebsleiter bei den Abfallwirtschaftsbetrieben ist er für die münsterischen Entsorgungshöfe zuständig und war am ersten Öffnungstag selbst in Hiltrup vor Ort. Ein Einbahnstraßensystem regele, dass die Fahrzeuge nur von der Westfalenstraße kommend rechts auf den Hof einbiegen dürfen und ihn auch nur wieder rechts in Richtung Glasuritstraße verlassen dürfen.

Alles funktionierte reibungslos. Für den ersten Tag waren extra zwei zusätzliche Mitarbeiter vor Ort, um die Fahrzeuge einzuweisen und des erwarteten Ansturms Herr zu werden. Dieser hielt sich jedoch in Grenzen. Da die Hiltruper nicht alle gleichzeitig „ihren“ Recyclinghof anfuhren, kam es auch zum Start um 12 Uhr kaum zu langen Wartezeiten. „Wir lassen höchstens sechs bis sieben Fahrzeuge gleichzeitig auf den Hof“, so Mario Beutel. Damit solle ein zu enger Begegnungsverkehr zwischen den Containern vermieden werden. Zum Schutz der Mitarbeiter gelte auf dem gesamten Gelände Maskenpflicht, fügt Beutel hinzu.

Glücklich über die Öffnung zeigt sich Stephanie Mackenbruck. „Ich bin so froh, dass ich nicht mehr extra zum Recyclinghof an der Eulerstraße fahren muss, erklärt die Hiltruperin. Die junge Mutter hat neben Papier- und anderen Haushaltsabfällen einen großen Sack mit vollen Windeln dabei. „Die kann man nicht allzu lange zu Hause verwahren“, sagt sie und lacht.

 

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