Corona wirkt sich auf die Planung des großen Baugebietes am Osttor aus
Hiltrup-Ost ist ins Stocken geraten

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Baulandprogramm der Stadt Münster wird fortgeschrieben

Montag, 08.06.2020, 12:39 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 12:46 Uhr
An der Westfalenstraße schreiten auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Eschweiler die Arbeiten zügig voran. Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Dr. Christian Jäger freute sich vor wenigen Tagen über den Startschuss für den zweiten großen Bauabschnitt.
An der Westfalenstraße schreiten auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Eschweiler die Arbeiten zügig voran. Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Dr. Christian Jäger freute sich vor wenigen Tagen über den Startschuss für den zweiten großen Bauabschnitt. Foto: gro

Wie sieht es aktuell mit den künftigen Baugebieten aus, die in der Vorbereitung sind? Die Fortschreibung des Baulandprogramms der Stadt Münster gibt Auskunft:

  • Das mit Abstand größte und bedeutsamste Baugebiet im Stadtbezirk wird der Bereich nördlich des Osttores in Hiltrup-Ost sein. Rund 1000 Wohneinheiten sind geplant. In der Prioritätenliste der Stadt ist das Baugebiet ganz weit oben und gehört zu den stadtweit acht wichtigsten Baugebieten. Allerdings ist das Projekt ein wenig ins Stocken geraten. Nach der Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung, die zu Jahresbeginn in der Stadthalle erfolgte, konnten Corona-bedingt die zuständigen Planungsbüros ihre Gespräche mit wichtigen Akteuren im Stadtteil nicht aufnehmen. Diese Gespräche sollen noch vor der Sommerpause nachgeholt werden. Notfalls setzt man auf Videokonferenzen, hieß es aus der Verwaltung.
  • An der Westfalenstraße gehen die Arbeiten auf dem ehemaligen Eschweiler-Areal zügig voran. Mehr als 200 Wohnungen sollen entstehen. Vor wenigen Tagen haben das städtische Wohnungsbauunternehmen Wohn- und Stadtbau sowie Oberbürgermeister Markus Lewe den Startschuss für den zweiten Bauabschnitt gegeben. Im Laufe des Monats sollen an der Westfalenstraße die Straßenbauarbeiten abgeschlossen werden. Annähernd ein komplettes Jahr dauern die Arbeiten bereits an, den Kreuzungsbereich umzubauen.
  • An der Malteserstraße werden lediglich die Hälfte aller Grundstücke durch die Stadt vermarkt. Der Rest der Fläche befindet sich in privater Hand. Die städtischen Einfamilienhäuser sind bereits alle vermarktet. Auch die privaten Eigentümer der Flächen haben nahezu alle Flächen vermarktet. Mit dem Bau von drei größeren Mehrfamilienhäusern wurde ebenfalls noch nicht begonnen. Die Stadt hält sie derzeit noch als Tausch- und Ersatzgrundstücke für städtische Zwecke vor.
  • Wie bereits berichtet, ist das umstrittenen Baugebiet Zur Vogelstange um zwei Jahre nach hinten geschoben worden. Diese Fläche genießt nach eigenen Angaben innerhalb der Verwaltung „keine hohe Priorität“ mehr. Allerdings hat sie die Fläche noch nicht aufgegeben. Die Planungen sehen 57 Wohnungen ausschließlich in Mehrfamilienhäusern vor.
  • Ebenfalls auf einem unteren Level in der Prioritätenliste rangiert das Baugebiet Böckenhorst in Amelsbüren. Die Bebauung der ehemaligen Reitanlage lässt demnach weiter auf sich warten. Frühestens 2025 ist nach derzeitigem Stand damit zu rechnen.
  • Für das zweite Baugebiet, das in Amelsbüren in der Planung ist, soll im Jahr 2021 die Baureife erreicht sein. Nordwestlich des Dornbusches sollen 105 Wohnungen in Mehrfamilienhausbau plus 65 Einfamilienhäuser entstehen. Mit der öffentlichen Erschließung ist noch nicht begonnen worden.
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