Fahrradstraßen
SPD fordert Nachbesserung für Max-Winkelmann-Straße

Münster-Hiltrup -

Die neuen Fahrradstraßen in Münster bleiben ein Politikum. Jetzt legt die Hiltruper SPD nach: Sie fordert für die Max-Winkelmann-Straße zeitnahe Nachbesserungen. Sonst will sie im Rat der Stadt Münster neue Kurzzeitparkplätze beantragen.

Samstag, 25.07.2020, 16:00 Uhr
Die SPD mit (v.l.) Simon Kerkhoff, Dr. Michael Jung und Lia Kirsch fordert zusätzliche Kurzzeitparkplätze.
Die SPD mit (v.l.) Simon Kerkhoff, Dr. Michael Jung und Lia Kirsch fordert zusätzliche Kurzzeitparkplätze. Foto: mlü

Die Max-Winkelmann-Straße war eine der ersten Straßen in Münster, die rot angestrichen und zu einer Fahrradstraße weiterentwickelt wurde. Und genau wie zuletzt an der Hittorfstraße kam es zu Protesten der Anwohner, die nicht wissen, wo sie demnächst parken sollen.

Doch im Gegensatz zur Max-Winkelmannstraße wird in der Innenstadt nachgebessert. Oberbürgermeister Markus Lewe kündigte in der vergangenen Woche an, dass die Markierungsarbeiten an der Hittorfstraße so angepasst werden, dass mehr Parkraum als geplant erhalten bleibt. Für die Max-Winkelmann-Straße hat die Stadtverwaltung dagegen angeboten, die Parkverbote nur schrittweise einführen zu wollen. Auf diese Weise sollen die Anwohner Zeit gewinnen, um Stellplätze auf ihren Privatgrundstücken einzurichten.

„Fatales Signal“

Die SPD stört sich an dieser Vorgehensweise: „Obwohl der Fall gleich ist, sind die Reaktionen anders. In Hiltrup hat der Oberbürgermeister nicht reagiert. Das ist ein fatales Signal für den ganzen Stadtteil“, kritisiert der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dr. Michael Jung . Gleichzeitig stellt er klar, dass auch die SPD grundsätzlich für die Einführung von rot markierten Fahrradstraßen ist. „Die Verkehrswende funktioniert aber nur, wenn wir auch Alternativen zum Auto bieten – und nicht nur einfach etwas wegstreichen.“ In diesem Fall also Parkplätze.

Die Hiltruper CDU ist ebenfalls unzufrieden mit dem Kompromissvorschlag der Stadtverwaltung. Die Ratsmitglieder Astrid Bühl und Stefan Leschniok wollen (wie berichtet) prüfen lassen, ob es andere Lösungen gibt. Dieser Vorschlag geht den SPD-Ratskandidaten Simon Kerkhoff und Lia Kirsch nicht weit genug: „Es ist doch offenbar möglich, konkret tätig zu werden, wie die Hittorfstraße zeigt.“

„Wenn sich der Oberbürgermeister aber nicht regt, werden wir in der Ratssitzung einen Antrag stellen.

SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dr. Michael Jung

Am Liebsten wäre es ihnen, wenn die Stadtverwaltung von sich aus tätig werde. Das wäre der unbürokratischste Weg, sagen sie. „Wenn sich der Oberbürgermeister aber nicht regt, werden wir in der Ratssitzung am 26. August einen Antrag stellen – und zwar nicht nur einen Prüfantrag, sondern mit einer pragmatischen Lösung“, kündigt Jung an.

Für die Max-Winkelmann-Straße sollen dann Anwohnerparkplätze auf der einen Straßenseite, und Kurzzeitparkplätze für Handwerker und Kunden auf der anderen Straßenseite eingeführt werden.

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