„Durch die Änderung der Betriebsordnung der AWM bekommt der Antrag eine höhere Dringlichkeit“
SPD forciert Forderung nach neuem Recyclinghof

Münster-Hiltrup -

Hintergrund für die neue Betriebsordnung sei, dass dezentrale Höfe zu klein seien

Montag, 27.07.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 12:42 Uhr
Vor dem Hiltruper Recyclinghof stauen sich mitunter die Fahrzeuge.
Vor dem Hiltruper Recyclinghof stauen sich mitunter die Fahrzeuge. Foto: isa

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) haben ihre Betriebsordnung für die kleinen Recyclinghöfe geändert. Dies betrifft auch den Hof in Hiltrup an der Glasuritstraße. Ab sofort darf dort kein gewerblicher Abfall mehr entsorgt werden. Außerdem ist die Anfahrt mit größeren Fahrzeugen mit einer Höhe von mehr als zwei Metern und mit Anhängern nicht mehr erlaubt.

Die AWM gab bekannt, dass alle, die von dieser Änderung betroffen sind, ihre Abfälle ab sofort nur noch zur Zentraldeponie nach Coerde bringen dürfen.

Grund dafür ist, dass die dezentralen Höfe zu klein sind und wenig oder keinen Rückstau zulassen. Dies betrifft insbesondere auch den Hiltruper Recyclinghof, an dem es in der Vergangenheit häufig zu längeren Staus und Verkehrsbehinderungen gekommen war.

Zu dieser Änderung der Betriebsordnung äußern sich nun die SPD Ortsvereine Hiltrup und Amelsbüren. Sie hatten in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung bereits einen Antrag gestellt, der einen neuen Recyclinghof für den Stadtbezirk Hiltrup fordert.

„Durch diese Änderung der Betriebsordnung der AWM bekommt dieser Antrag zusätzlich eine höhere Dringlichkeit“, äußert Friedhelm Schade, der SPD-Ratskandidat für Amelsbüren und Hiltrup-West, seine Einschätzung.

„Da man aus unseren Stadtteilen zur Zentraldeponie für die Hin- und Rückfahrt zusammen knapp 40 Kilometer fahren muss, ist dringend eine Änderung nötig“, so Schade weiter.

„Diese langen Fahrtstrecken sind schlecht für die Umwelt, sorgen für mehr Verkehr auf den Straßen und für die Bürgerinnen und Bürger bedeuten sie einen großen Zeitaufwand. Außerdem befürchten wir, dass deswegen größere Gartenabfälle und Müll in Zukunft noch häufiger in der Natur entsorgt werden könnten,“ sagt Simon Kerkhoff, SPD-Ratskandidat für Hiltrup-Ost.

Beide SPD Ortsvereine fordern die Stadt Münster und die AWM auf, dem Antrag der SPD höchste Priorität einzuräumen und schnell für eine Alternative für Hiltrup und Amelsbüren zu sorgen.

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