Sanierung schreitet bisher planmäßig voran – Wiedereröffnung ist für Anfang November geplant
Die Stadthalle wird umgekrempelt

Münster-hiltrup -

Stadthalle ist 40 Jahre nach dem Bau sanierungsbedürftig

Donnerstag, 30.07.2020, 12:35 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 12:42 Uhr
Impressionen aus der Stadthalle (von oben l. im Uhrzeigersinn): Frank Sauer zeigt die Deckenkonstruktion im Konferenzraum: Hier wird eine Komplettsanierung nötig. Die Entlüftungsschläuche sollen nur das Raumklima während der Arbeiten verbessern. Hier müssen neue her: Die Kaltwasserleitungen werden ersetzt. Der Holzboden ist das Prunkstück des Saals. Er wird abgeschliffen und überarbeitet.
Impressionen aus der Stadthalle (von oben l. im Uhrzeigersinn): Frank Sauer zeigt die Deckenkonstruktion im Konferenzraum: Hier wird eine Komplettsanierung nötig. Die Entlüftungsschläuche sollen nur das Raumklima während der Arbeiten verbessern. Hier müssen neue her: Die Kaltwasserleitungen werden ersetzt. Der Holzboden ist das Prunkstück des Saals. Er wird abgeschliffen und überarbeitet. Foto: isa

Stromkabel baumeln von der Decke, Randstücke abgesägter Wasserleitungen lugen aus den Wänden. Rohe Holzlatten, Folien, Steinbrocken und jede Menge Staub bestimmen das Bild: Hier wird gearbeitet. Seit Anfang Juli und noch bis Ende Oktober wird die Hiltruper Stadthalle regelrecht „umgekrempelt“. Für rund 1,7 Millionen Euro erhält das 40 Jahre alte Gebäude viel neue Technik und ein hübscheres Outfit. „Bisher sind wir im Zeitplan“, erklärt Thomas Demes vom Amt für Immobilienmanagement. Jedoch: „Ein Bau im Bestand bleibt immer spannend.“ Einige Gewerke würden „durchaus Risiken bergen“. So muss die Decke im Konferenzraum komplett erneuert, statt (wie zunächst geplant) nur überholt werden.

Das Objekt mit dem Charme der 1980er Jahre ist die zweitgrößte Tagungshalle Münsters, gleich nach der Halle Münsterland. Hier, in Münsters Süden, gibt es viel Platz und die Kosten sind geringer als in der Innenstadt. Das macht die Räumlichkeiten für viele Kunden attraktiv: „Die Konferenzräume sind bei Parteien, Innungen und Kammern beliebt“, erläutert Dieter Tüns. Er ist Leiter der Bezirksverwaltung Hiltrup, die für die Vermarktung der Halle zuständig ist.

Der große Saal bietet mit Bestuhlung 720 Personen Platz, ohne Stühle passen sogar 1500 Gäste hinein. Damit ist er ideal für Messen, Konzerte, Flohmärkte, Karnevalsfeiern. Nach langer Diskussion über einen Neubau war schließlich beschlossen worden, die Halle vorerst im Bestand zu sanieren.

Was genau wird gemacht?

  • „Wir bauen im ganzen Haus eine komplett neue Klima- und Entlüftungstechnik ein“, erläutert Demes. Saal, Foyers und Konferenzräume könnten so demnächst im Sommer angenehm kühl temperiert werden, was der große Wunsch vieler Kunden gewesen sei.
  • „Auch die zentrale Heizungs- und Sanitärtechnik wird ersetzt“, ergänzt Demes‘ Kollege Frank Sauer. Armaturen, Pumpen, alles sei in die Jahre gekommen und werde ausgetauscht.
  • Die Regelung wird ebenfalls verbessert. Digitale Schaltschränke und modernste Technik sorgen demnächst dafür, dass die gesamte Steuerung der Heizungs- und Klimaanlage zentral aus dem Stadthaus in Münster vorgenommen werden kann.
  • Weitere Posten sind die Erneuerung der Gebäudehauptverteilung, der Decke im großen Konferenzraum sowie des Holzbodens im großen Saal.
  • „Das Parkett ist bei den Gästen sehr beliebt, weil es dem Raum Atmosphäre verleiht“, betonen die Verwaltungsfachleute. Es werde abgeschliffen, ausgebessert und neu versiegelt.
  • Schließlich werden der barrierefreie Eingang an der Südseite des Gebäudes wieder hergestellt und die Garderoben umgebaut.

Wenn tatsächlich alles klappt wie geplant, könnte ab November wieder in der Stadthalle gefeiert werden. Sofern es die Corona-Beschränkungen zulassen. Aber das ist ein anderes Thema. . .

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