SPD fordert einen Zukunftsdialog gegen Leerstand
Marktallee soll attraktiv bleiben

Münster-Hiltrup -

Um Leerständen und der zunehmenden Übernahme durch „Billig-Anbieter“ an der Marktallee vorzubeugen, will die Hiltruper SPD bei einem Zukunftsdialog Ideen sammeln. So wolle man die Einkaufsmeile attraktiv für halten für Kaufleute, Anwohner und Gastronomen.

Freitag, 07.08.2020, 18:17 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 17:51 Uhr
Die SPD-Ratskandidaten Lia Kirsch und Simon Kerkhoff waren in den letzten Wochen auf der Marktallee im Gespräch mit vielen Kaufleuten. Nun fordern sie einen Zukunftsdialog für die Einkaufsmeile.
Die SPD-Ratskandidaten Lia Kirsch und Simon Kerkhoff waren in den vergangenen Wochen auf der Marktallee im Gespräch mit vielen Kaufleuten. Nun fordern sie einen Zukunftsdialog. Foto: SPD Hiltrup

Knapp zwanzig Jahre ist es her, seitdem die Marktallee nach einem öffentlichen Dialog zuletzt umgestaltet worden ist. Die Hiltruper SPD nimmt die Einkaufsmeile laut einer Pressemitteilung nun in den Blick, und fordert neue Debatten über die Marktallee.

„Man kann sich auf der Marktallee wohlfühlen, insbesondere der Alleecharakter macht sie attraktiv und der Wirtschaftsverbund hat immer erfolgreich gearbeitet. Aber Leerstände haben sich in den letzten Jahren gehäuft und anstelle von inhabergeführten Geschäften sind oft ‚Billig-Anbieter‘ eingezogen. Diesen Trend sehen wir sehr kritisch“, so Lia Kirsch , die SPD-Ratskandidatin für Hiltrup-Mitte. Zudem sehe man am Angebotsrückgang in Hiltrup-Ost und Berg Fidel, was im schlimmsten Falle auch der Marktallee drohen könnte.

Dieses Jahr sei für die Kaufleute aufgrund der Corona-Pandemie und daraus folgenden temporären Ladenschließungen sowie ausgefallenen Festen und verkaufsoffenen Sonntagen nicht leicht, heißt es weiter. Zugleich sei der Online-Handel beliebt wie nie zuvor und wird eine immer übermächtigere Konkurrenz für die lokalen Kaufleute.

„Vor zwanzig Jahren hatte man Angst, dass durch den Bau einer Shopping-Mall in Münster die Marktallee geschwächt wird. Heute muss man für den Kauf von Kleidung nicht mal mehr sein Haus verlassen. Es wird Zeit, dass Kaufleute, Anwohnerinnen und Anwohner, sowie Politik und Verwaltung gemeinsam darüber sprechen, wie man die Marktallee fit für die Zukunft machen kann“, sagt Simon Kerkhoff, SPD-Ratskandidat für Hiltrup-Ost. Deswegen fordere die SPD einen „Zukunftsdialog Marktallee“.

Kirsch und Kerkhoff seien in den letzten Wochen auf der Marktallee unterwegs gewesen und dabei mit vielen Geschäftsinhabern und Gastronomen ins Gespräch gekommen. „Es ist deutlich geworden, dass viele mit der Gesamtsituation nicht zufrieden sind und sich Sorgen machen“, so Lia Kirsch. Es gebe nicht die eine Lösung, für alle Probleme – zumal Themen wie eine weitere Verkehrsberuhigung sehr polarisierten.

In einem Zukunftsdialog könnten aber durch den Austausch zwischen den verschiedenen Perspektiven neue Ideen entstehen, meint Kerkhoff: „Ein solcher Dialog kann konkrete Veränderungen bewirken, welche die Marktallee im Kampf gegen den Online-Handel konkurrenzfähig hält.“ Denn eines sei klar: „Wir alle wollen, dass die Straße durch den Charakter der Inhabergeführten Geschäfte und Cafés attraktiv bleibt. Der dezentrale Handel ist konsumentenfreundlich, entlastet den Verkehr und erhöht die Lebensqualität vor Ort“, unterstreicht Simon Kerkhoff.

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