Heimatshoppen ohne den gewünschten verkaufsoffenen Sonntag:
Wenn das Gute so nahe liegt

Münster-Hiltrup -

Der Wirtschaftsverbund lädt am Ende der kommenden Woche (11./12. September) zum Heimatshoppen ein. Einige Geschäftsleute wollen dabei auch „Danke“ sagen für die Treue in der Zeit des Lockdowns.

Freitag, 04.09.2020, 19:24 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 17:48 Uhr
Die Kaufleute und Mitglieder des Wirtschaftsverbundes Matthias Kniesel, Heiko Golbs und Philipp Büning weisen auf das Heimatshoppen am 11./12. September hin.
Die Kaufleute und Mitglieder des Wirtschaftsverbundes Matthias Kniesel, Heiko Golbs und Philipp Büning weisen auf das Heimatshoppen am 11./12. September hin. Foto: gro

Der Wirtschaftsverbund lädt am Ende der kommenden Woche (11./12. September) zum Heimatshoppen ein. Gerne hätten Kaufleute die Aktion um einen verkaufsoffenen Sonntag verlängert. Daraus wird nichts, weil die Gewerkschaft Verdi nicht mitspielt, erklären Vertreter des Wirtschaftsverbundes und machen aus ihrer Enttäuschung kein Geheimnis.

Der Lockdown im Frühjahr wirkt noch nach. Die Marktallee wirkt nach dem Ende der Sommerferien gut belebt. Bei der Kauflust sei eine gewisse Zurückhaltung weiterhin spürbar, berichtet Matthias Kniesel . „Das Niveau des Vorjahres haben wir noch nicht erreicht.“

Positiv sei allerdings festzustellen, dass zunehmend Kunden aus dem Umland und aus Münster den Einkaufsstandort Hiltrup nutzen. Die große Bandbreite der Sortimente in den Geschäften und das weitestgehend kostenlose Parken seien schon immer starke Argumente gewesen. In Pandemiezeiten komme das Gefühl hinzu, in Hiltrup sicher einkaufen zu können.

„In der Innenstadt sind die Fußgängerzonen teilweise so voll, dass es die Kunden abschreckt“, weiß Vorstandsmitglied Heiko Golbs und merkt an, man wäre möglicherweise gut beraten, samstags in der Innenstadt auch außerhalb der Geschäfte Maske zu tragen. Deshalb rückt der Wirtschaftsverbund das Thema „Sicheres Einkaufen“ nach vorne. „In den Geschäftslokalen haben wir die Hygiene- und Abstandsregelungen ohnehin vorbildlich gelöst“, ergänzt Kniesel.

Das Heimatshoppen findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Das Motto lautet „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?“ Die Kaufleute nutzen die Bühne, die ihnen dank der Initiative der IHK Nord-Westfalen sowie des Einzelhandelsverbandes Nordrhein-Westfalen geboten wird, um die eigenen Stärken herauszustellen und auch „Danke“ zu sagen für die Treue in der Zeit des Lockdowns. „Viele Hiltruper haben unseren Lieferservice genutzt“, erklärt Philipp Büning. Dafür seien viele Geschäftsleute und Gastronomiebetriebe dankbar, von denen sich einige zum ersten Mal am Heimatshoppen beteiligen werden.

Der Wirtschaftsverbund zeigt sich ebenfalls froh, dass der Umbau im ehemaligen Kaufhaus Burgholz erfolgreich abgeschlossen wurde. „Man hat gesehen, wie wenig in dieser Phase in diesem Bereich der Marktallee los war,“ sagt Philipp Büning. Matthias Kniesel begrüßt es ausdrücklich, dass Woolworth an die Marktallee gekommen sei. Hiltrup habe nun wieder ein kleines Kaufhaus.

Mit großen Hoffnungen hatten die Kaufleute nach dem Lockdown die Ankündigung der Landesregierung vernommen, dass es verkaufsoffene Sonntage für den stationären Handel geben solle. Allerdings habe sich die Gewerkschaft Verdi quergestellt – was aus Sicht der Kaufleute sehr enttäuschend sei. Matthias Kniesel sieht die Landesregierung nicht frei von Mitschuld: „Man hätte vorher mal mit der Gewerkschaft reden sollen, bevor man so etwas ankündigt.“

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