Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt gestorben
Trauer und Bestürzung in Hiltrup

Münster-Hiltrup -

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ist am Wochenende nach längerer Krankheit gestorben. Er war nahezu elf Jahre im Amt.

Dienstag, 27.10.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:51 Uhr
Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ist am Samstag nach längerer Krankheit gestorben. Sein plötzlicher Tod sorgt für Trauer und Bestürzung.
Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ist am Samstag nach längerer Krankheit gestorben. Sein plötzlicher Tod sorgt für Trauer und Bestürzung. Foto: gro

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ist am Samstag, wie erst jetzt bekannt wurde, plötzlich und unerwartet einer schweren Erkrankung erlegen. Freunde und politische Weggefährten regierten mit Bestürzung und Trauer.

Der Stadtbezirk Hiltrup verliert seinen amtierenden Bezirksbürgermeister, der sich seit seiner ersten Wahl im Jahr 2009 mit unermüdlichem Einsatz für den Stadtbezirk und die Menschen verdient gemacht hat. Nahezu elf Jahre hatte Schmidt das Amt des Bezirksbürgermeisters inne – so lange wie keiner seiner Vorgänger.

„Der plötzliche Tod von Joachim Schmidt hinterlässt in Hiltrup und in der CDU-Kommunalpolitik eine große Lücke“, schreibt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion Stefan Weber in einer ersten Stellungnahme. „Joachim Schmidt hat eine kommunalpolitische Ära im Stadtbezirk Hiltrup geprägt. Wir trauern um ihn und sind in Gedanken und im Gebet mit seinen Angehörigen verbunden.“

Lob und Anerkennung kommen nicht aus der eigenen Partei. So schreibt Hermann Geusendam-Wode, langjähriger Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung: „Das Bürgermeisteramt hat er in vorbildlicher Weise überparteilich ausgefüllt, die Zusammenarbeit werde ich für immer sehr wertschätzend in Erinnerung behalten.“

CDU-Ratsmitglied Stefan Leschniok reagiert mit Bestürzung auf die Nachricht vom Tod Schmidts: Als langjähriger Bezirksbürgermeister hat sich Joachim Schmidt im hohen Maße um den Stadtbezirk Hiltrup verdient gemacht. Er hatte dabei stets ein offenes Ohr für die Menschen und ihre Anliegen. Viele Projekte im Stadtbezirk tragen seine unverkennbare Handschrift.“

„Ich bin zutiefst traurig und auch ganz persönlich betroffen“, erklärt der Vorsitzende der Hiltruper Ortsunion Marcus Bielefeld. „Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Ich habe unser letztes Telefonat vor einem Monat (kurz nach der Stichwahl) noch gut im Ohr, als wir uns noch gemeinsam über die weitere Vorgehensweise in Bezug auf die Bezirksvertretung unterhalten hatten und er mir sagte, er sei bald wieder fit.“ Der CDU-Vorsitzende ergänzte: „Joachim Schmidt hat sich wie kaum ein anderer für Hiltrup eingesetzt und hinterlässt sehr große Fußstapfen.“

Große Trauer herrscht auch bei der Johanniter-Unfall-Hilfe: „Joachim Schmidt wird uns als Mensch und als Johanniter unendlich fehlen. Er war ein vorbildlicher Johanniter und eine über Generationen anerkannte Persönlichkeit unseres Landesverbandes“, schreibt Vorstandsmitglied Udo Schröder-Hörster. „Seine große Erfahrung und sein unermüdlicher Einsatz sind für uns unersetzlich.“

Schmidt, der mehr als 50 Jahre Mitglied der Johanniter-Unfall-Hilfe war, leitete das Johanniter-Gästehaus Münster an der Weißenburg und war seit Jahrzehnten als Landesausbildungsleiter tätig. Unter seiner Ägide wurde die bundesweit tätige Johanniter-Akademie Münster aufgebaut.

Joachim Schmidts außergewöhnliches Engagement wurde von den Johannitern mit vielen Auszeichnungen gewürdigt. So war er Ehrenritter des Johanniterordens. 2010 war ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen worden.

Joachim Schmidt, der 1947 in Naumburg (Sachsen-Anhalt) geboren wurde, hinterlässt seine Frau und einen Sohn.

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