Schmidt-Nachfolge:
Kunstlewe erklärt seine Bereitschaft

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

„Ich freue mich darauf“, sagte Christoph Kunstlewe. Er möchte für die CDU das Erbe des plötzlich verstorbenen Bezirksbürgermeisters Joachim Schmidt antreten.

Freitag, 30.10.2020, 10:45 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 12:36 Uhr
Christoph Kunstlewe wird für die CDU kandidieren.
Christoph Kunstlewe wird für die CDU kandidieren. Foto: pd

Dieser Mann zeigt Mut. Christoph Kunstlewe wird am Donnerstag das erste Mal an einer Sitzung der Bezirksvertretung teilnehmen und womöglich auf Anhieb zum Nachfolger des plötzlich gestorbenen Joachim Schmidt gewählt.

Kunstlewe ist von Beruf Kriminalbeamter, 58 Jahre alt und stammt gebürtig aus Hiltrup. Seit fünf Jahren gehört er der CDU an, bei den Kommunalwahlen am 13. September wurde er in die Bezirksvertretung gewählt. Am Mittwochabend erklärte bei einem parteiinternen Treffen seine Bereitschaft, in der kommenden Woche für das Amt des Bezirksbürgermeisters zu kandidieren.

Die CDU, die 43,4 Prozent aller Stimmen im Stadtbezirk holte und mit Abstand die größte Fraktion in der Bezirksvertretung ist, kann aufatmen. Sie geht mit einem Kandidaten aus den eigenen Reihen in die Sitzung am 5. November.

„Ich glaube, dass Christoph Kunstlewe ein veritabler und wählbarer Bezirksbürgermeisterkandidat ist“, erklärte Fraktionschef Martin Schulze-Werner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Er kündigte an, in den kommenden Tagen für eine möglichst breite Unterstützung zu werben und den anderen Parteien Gespräche anzubieten. Aus eigener Kraft kann die CDU ihren Kandidaten nicht durchbringen. Auch eine denkbare Unterstützung durch die FDP würde nicht ausreichen. Die SPD verfügt mit dem Amelsbürener Friedhelm Schade ebenfalls über einen eigenen Kandidaten.

„Wir streben eine Lösung wie im Bezirk Südost an“, kündigte Schulze-Werner an. SPD wie auch Grüne haben ihre Unterstützung des dortigen CDU-Kandidaten Peter Bensmann zugesichert.

Er habe sich in den vergangenen Tagen schon in der Verantwortung gesehen, erklärte Christoph Kunstlewe im Gespräch mit unserer Zeitung und fügte im gleichen Atemzug hinzu: „Ich freue mich darauf.“

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