Baugebiet Hiltrup-Ost
„Anbindung an den Albersloher Weg muss her“

Münster-Hiltrup -

Heinz Nolte, der ehemalige Hiltruper Bezirksbürgermeister, hat sich in die Debatte um das künftige Baugebiet Hiltrup-Ost eingeschaltet. Er fordert eine enge Vernetzung des Baugebietes. Dazu gehört eine Anbindung an den Albersloher Weg.

Mittwoch, 25.11.2020, 11:03 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 11:17 Uhr
Am Osttor könnte in diesem Bereich ein Kreisverkehr entstehen
Am Osttor könnte in diesem Bereich ein Kreisverkehr entstehen Foto: gro

Wenn Heinz Nolte zu dem künftigen Baugebiet nördlich des Osttores in Hiltrup-Ost etwas sagt, dann fällt vor allem ein Stichwort: die enge Vernetzung der Stadtteile beziehungsweise der Wohngebiete. Seit Jahren befasst sich Hiltrups ehemaliger Bezirksbürgermeister mit dem städteplanerischen Projekt, weil es ihn persönlich stark interessiert. Lange bevor die Planungsbüros sich an die Arbeit machten, reiften bei ihm bereits die ersten Überlegungen, wie das Vorhaben gelingen kann.

„In erster Linie habe ich mich mit Fragen der Infrastruktur befasst“, erläutert der mittlerweile 89-jährige Heinz Nolte, der von Beruf Diplom-Ingenieur beim Landschaftsverband LWL war und von 1994 bis 2004 als Bezirksbürgermeister in Hiltrup wirkte.

Wer sich mit der Infrastruktur befasst, der befasst sich auch mit der Frage, woher künftig Gas, Wasser und Strom für das künftige Wohngebiet kommen sollen. „Die Versorgung muss über den Albersloher Weg und die York-Kaserne erfolgen“, erklärt Nolte.

Er hat sich auch Gedanken gemacht, wie der Individualverkehr angebunden werden soll. Diese Frage hat in den vergangenen Monaten für zahlreiche kontroverse Diskussionen gesorgt.

Hierbei hat Nolte klare Vorstellungen. Er plädiert dafür, den Einmündungsbereich der Rubensstraße zu einem Kreisverkehr auszubauen. Zwei separate Straßenanbindungen an das Osttor hält er für wenig sinnvoll. Das würde den Verkehr auf der Landesstraße viel zu sehr belasten.

Über diesen Kreisverkehr könnte die verkehrstechnische Haupterschließung des Emmerbachtals sowie des künftigen Baugebiet nördlich des Osttors erfolgen.

Nolte schlägt zudem vor, das Baugebiet mit den 1000 geplanten Wohneinheiten über eine zweite Straße zu erschließen, die in Richtung Albersloher Weg führt. Genauer gesagt an den Angelsachsenweg. Nolte hält diese Anbindung für wichtig, weil er ansonsten eine Überforderung des bereits heute überlasteten Knotenpunktes Albersloher Weg / Osttor / Hiltruper Straße befürchtet.

Ferner plädiert Hiltrups ehemaliger Bezirksbürgermeister für eine gute Vernetzung des künftigen Wohngebietes über neue Fahrradwege. Es sollen Verbindungen in alle vier Himmelsrichtungen geschaffen werden, regt er an. Im Westen sei eine Anbindung an die Heerde-Siedlung und die stark befahrene Veloroute entlang des Dortmund-Ems-Kanals erforderlich, so Nolte. Östlich führt bereits eine Querverbindung geradewegs auf den Albersloher Weg zu. In Richtung Norden plädiert er für eine Anbindung an den Angelsachsenweg. Im Süden ist eine Anbindung an das Osttor geplant, das künftig auf beiden Fahrbahnseiten mit einem Radweg ausgestattet werden soll.

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